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- Kochen für eine Person: 5 Tipps für gesundes Essen als Single (plantbased)
Kochst du ungern für dich allein und greifst deshalb öfter zu ungesundem Fastfood oder Fertiggerichten? Damit bist du nicht allein – und es gibt eine Lösung. In diesem Artikel teile ich meine fünf besten Tipps für Alleinessende, mit denen Kochen für eine Person leicht, gesund und sogar richtig lecker wird. Diese sind: Unterstüze dein Mittwochs-Ich mit Batch-Cooking Maschinenhelfer einspannen Abwechslung einkaufen No-Brainer: Einfrieren Einen Mindset-Shift vollziehen Für die Eiligen gibt es wie immer ein tl;dr: tl;dr So kochst du gerne Essen für eine Person Batch-Cooking: Plane und bereite Mahlzeiten im Voraus, um Zeit und Aufwand beim Kochen für eine Person zu sparen. Nutze ruhige Tage, um einfache Zutaten vorzubereiten, die du während der Woche kombinieren kannst – ideal für schnelle Singlerezepte. Küchenmaschinen nutzen: Verwende Geräte wie Airfryer, Reiskocher und Thermomix, um das Kochen zu erleichtern. Diese Geräte ermöglichen es dir, mehrere Gerichte gleichzeitig zuzubereiten und reduzieren die Zubereitungszeit Einkauf von kleinen Portionen: Kaufe portionierbares Tiefkühlgemüse oder nutze die Salatbar im Supermarkt, um nur die benötigten Mengen zu erwerben und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden Mindset-Shift: Reflektiere über deine Einstellung zum Kochen für dich selbst. Es ist wichtig, sich selbst mit der gleichen Sorgfalt zu behandeln wie andere. Erlaube dir, einfache und schnelle Gerichte zu genießen, ohne den Druck, perfekte Mahlzeiten zubereiten zu müssen. Wie oft isst du alleine? Egal ob Single oder in einer Partnerschaft, auf Geschäftsreisen oder im HomeOffice. Es gibt viele Gründe dafür, Gerichte für eine Person zuzubereiten. Heute lebe ich zum Beispiel mit meiner Frau und Tochter und mindestens zwei Hauptmahlzeiten nehmen wir zusammen ein. Aber während meines Studiums, lange bevor plantbased und ein gesunder Lebensstil Einzug in mein Leben hielten, ass ich oft alleine. Zwar lebte ich in einer WG. Allerdings ohne gemeinsame Kochabenden, Family-Dinners, Filmabende und dergleichen. Mein Frühstück holte ich mir in der Regel auf dem Weg zur Uni bei einem SB-Backshop. Mittag machte ich in der Mensa – zugegeben, zumindest das fand in Gesellschaft statt. Und abends ging ich dann am Asia-Noodle- oder Falafel-Imbiss vorbei für ein schnelles Abendessen vor dem Laptop. Denn wo keine Gemeinschaft, da keine Esskultur. Richtig? Wenn du alleine lebst – oder alleine für dein Essen sorgst – hast du dich bestimmt auch schon dabei ertappt, wie du dich mit dem Rezept in der Hand vor dem leeren Kochtopf fragst, ob es sich wirklich lohnt, etwas aufwendig zu kochen, das am Ende doch nur du isst. Die Antwort lautet natürlich ja! Es lohnt sich! Denn jeder Mensch hat leckere Mahlzeiten verdient, egal ob in Gesellschaft oder in Form eines Essens für eine Person! Und trotzdem stellt, ohne das richtige Handwerkszeug für eine Person zu kochen, meistens eine Herausforderung dar. Darum möchte ich dir zeigen, dass du damit nicht alleine dastehst und dir in diesem Beitrag ein paar Tricks verraten, die günstig und gesund kochen für eine Person einfach und genussvoll machen. Bereit, gemeinsam Leben in deine Küche zu bringen? Günstig und gesund kochen für Singles: Batchcooking statt 3-Gänge-Menü Mit etwas Vorbereitung kann Kochen für eine Person günstig und gesund sein und vor allem schnell gehen – perfekt für alle, die nach einfachen Singlerezepten suchen. Nutze den Sonntag – bzw. den ruhigsten Tag deiner Woche – um nebenher einige einfache Zutaten vorzubereiten, die du die ganze Woche über mischen und kombinieren kannst. Du glaubst nicht, dass du dich dazu durchringen kannst? Dann hilft dir vielleicht dieses kleine Experiment: Schließe dafür die Augen und versetze dich kurz in dein Ich vom nächsten Mittwoch. Versuche möglichst detailliert zu fühlen, wie es deinem Mittwochs-Ich geht. Speziell wie groß sich die Hürde anfühlt, Gemüse zu putzen, Gemüse zu schneiden, Reis zu kochen usw. um daraus eine Mahlzeit von Grund auf zuzubereiten. Nach meiner Erfahrung fühlt sich diese Hürde nicht nur meterhoch an, sondern sie wächst auch noch weiter im Laufe einer stressigen Woche. Batchcooking setzt diese Hürde deutlich herab. Ein großer Topf mit vorgekochtem Reis kann zum Beispiel zu einem schnellen Frühstücks-Milchreis, gebratenem Reis mit Gemüse oder der Stärkebeilage in einer Salatbowl werden. Vorgekochte Linsen – oder andere Hülsenfrüchte – für einen Brotbelag mit der Gabel zerdrücken und mit Salz und Pfeffer sowie Essig und Öl abschmecken. Ebenso kannst du sie als Inlay für deine Reispfanne oder als Topping für deine Salatbowl verwenden. Suppenpulver, Pasta, Bohnen aus der Dose und vorgeschnittenes TK-Gemüse werden zu einer leckeren Minestrone usw. Pro-Tipp: Unser Rezept für Minestrone findest du im kostenlosen Download-Portal in der Kategorie "Suppen+Eintöpfe". Mehr Tipps für einfache Essen, die deinem Mittwochs-Ich Nerven und Zeit sparen, liest du in diesem Beitrag. Schnelles Essen für eine Person dank Küchenmaschinen Wenn ich für mich alleine koche, bin ich für jede Unterstützung dankbar. Diese bekomme ich freundlicherweise von Geräten wie Airfryer*, Reiskocher* und Mikrowelle. Besonders wertvoll machen sie die Tatsache, dass sie nach Ablauf einer bestimmten Zeit von selbst ausgehen und ich mich vollkommen auf einen anderen Schritt konzentrieren kann. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion – Thermomix, Monsieur Cuisine ... – erleichtert das Kochen für eine Person, wenn es darum geht kleinere Portionen oder mehrere Speisen auf einmal zuzubereiten. Zum Beispiel kann ich im unteren Behälter eine Soße zubereiten, während im Gareinsatz Kartoffeln kochen und ganz oben Gemüse gedampft wird. Pro-Tipp: Einfache gesunde Rezepte für eine Person, ein günstiger Essensplan für die ganze Woche, Anweisungen beim Kochen ... Das alles sind Aufgaben, für die du Chatbots wie ChatGPT nutzen kannst. Dieser Beitrag erklärt dir, wie. Günstig kochen für eine Person – Abwechslung einkaufen Manchmal erstarren wir Alleinesser*innen beim Anblick der Menge, in der wir bestimmte Obst- und Gemüsesorten einkaufen müssen. Denn wer will schon vier Tage nacheinander Kohl essen? Ganz vorne auf der Liste der Tricks für Rezepte für Singles, um kleinere Portionen einzukaufen, stehen portionierbares TK-Gemüse und die Salatbar deines Supermarkts. Ja, du hast richtig gehört. Hol dir an der Salatbar genau portioniert die Zutaten, die du für dein Rezept brauchst. Beispielsweise genau abgezählt zwei Artischocken anstatt einer ganzen Dose, von der dann die restlichen 80 % im Kühlschrank verschimmeln. Praktische Tipps für Alleinesser – Einfrieren Der No-Brainer: Wenn du schon kochst, dann so viel, dass es sich lohnt. Koche immer mindestens eine Portion mehr, als du vor hast zu essen und friere diese in einem – mikrowellen- und backofenfesten – Lebensmittelcontainer* ein. Dein Mittwochs-Ich wird dich lieben ;) Mindset Shift Für andere zu kochen, deine Freunde oder Kinder zu ernähren, fällt dir leicht? Nur für dich allein ein nahrhaftes Gericht zu kochen ist dir aber die viele Arbeit nicht wert? Du hast recht! Es kann schon viel Arbeit sein – auch trotz der oben gezeigten Wege, diese zu reduzieren. Deshalb ist mit "Mindest Shift" auch nicht gemeint, dir ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn du es nicht schaffst, selbst zu kochen. Vielmehr geht es darum zu hinterfragen, ob wir vielleicht einen Glaubenssatz in uns tragen, durch den es uns schwerfällt, uns selbst mit derselben Liebe zu behandeln, mit der wir andere behandeln. Und der uns deshalb glauben lässt, dass es sich nicht lohnt, uns selbst gut zu ernähren. Falls du spürst, da könnte etwas dran sein, dann nimm dir Zettel und Stift und frage dich selbst "Warum?". Eine einfache Struktur stellt die "5-Why-Methode" dar, bei der du deine erste Frage beantwortest und diese Antwort dann fünfmal mit "Warum?" hinterfragst. Pro-Tipp: Ein Template zur "5-Why-Methode" findest du in unserem kostenlosen Download-Portal. Reminder Der Reminder, den ich auch selbst öfters mal gebrauchen kann, lautet: Machen wir es uns nicht unnötig schwer. Nicht jede Mahlzeit, die wir essen, muss die beste, gesündeste oder leckerste sein. Befreien wir uns von diesem Druck, können wir stressfrei "gar nicht so schlechte" Gerichte genießen, wie beispielsweise ein Vollkornbrötchen belegt mit viel Gemüse, einem proteinreichen Ersatzprodukt und frischen Kräutern. Oder Spaghetti mit Tomatensauce und ein Dessert aus Seidentofu, Banane und Kakao. Wenn du nun denkst, dass du etwas an deinem Ernährungsmuster ändern willst und ein wenig Unterstützung nicht schaden kann, dann lade ich dich zu einer kostenlosen Breakthrough-Session ein. In diesem 30-minütigen Ernährungscoaching bekommst du deine Situation aus einem neuen Blickwinkel gespiegelt, was dir zu wertvollen Aha-Erlebnissen verhelfen kann. Interessiert? Dann erledige gleich den ersten Schritt, indem du deinen Termin buchst. Darf ich dich noch um etwas bitten bevor du gehst? Ja? Dann teile doch diesen Artikel mit jemandem, dem die Informationen ebenfalls helfen können. Außerdem darfst du mich gerne auf Instagram wissen lassen, welchen Teil dieses Artikels du besonders hilfreich fandest und Teil unserer Community werden ;-) Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. 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- Wie entsteht Übergewicht wirklich? Warum die Gesellschaft immer dicker wird – und was du dagegen tun kannst
tl;dr: Obesogene Umwelt und wie Übergewicht entsteht Übergewicht als gesellschaftliches Problem: Adipositas in Deutschland hat sich seit den 1970ern fast verdreifacht. Dabei sind nicht etwa wir Menschen schwächer geworden, sondern die Ursachen von Übergewicht in Industrienationen haben sich grundlegend verändert 46 % der täglichen Energieaufnahme in Deutschland kommt von hochverarbeiteten Lebensmitteln (UPFs) Fast 100 % der Deutschen konsumieren regelmäßig süße oder salzige Snacks – das ist kein Zufall, das ist von Lebensmittelherstellern so gewollt Die Lebensmittelindustrie nutzt evolutionär angelegte Überlebensinstinkte systematisch aus Es gibt 6 Hebel, mit denen du das System für dich nutzt, statt das es gegen dich arbeitet Warum du diesen Artikel lesen solltest, bevor du die nächste Diät anfängst Stell dir mal folgendes Experiment vor: In deiner Stadt werden die Straßen so umgebaut, dass sie plötzlich alle leicht schräg sind. Nicht steil. Kaum merklich. Aber links etwas tiefer als rechts. Und nach ein paar Jahren fragen sich alle Bewohner, warum sie ständig nach rechts abdriften, wenn sie geradeaus laufen wollen. Ist das ihre Schuld? Natürlich nicht. Die Stadtarchitektur wurde verändert. Die Körper der Menschen reagieren darauf, indem sie sich eben anpassen. Genau das ist in den letzten 50 Jahren mit unserer Ernährung passiert. Wie entsteht Übergewicht? Der Beweis, den die Zahlen liefern Wenn du verstehen willst, wie Übergewicht wirklich entsteht, fang nicht bei dir an. Fang bei den Daten an. Hier sind die Fakten, die die Daten aus Robert Koch-Institut, Deutscher Adipositas Gesellschaft und aus anderen aktuellen Studien liefern: Adipositas in Deutschland – die Entwicklung: In den 1970er Jahren war schweres Übergewicht (Adipositas, BMI >30) in Deutschland selten; seit dem hat sich Adipositas in Deutschland fast verdreifacht (Deutsche Adipositas Gesellschaft) Heute ist in Viertel aller Erwachsenen adipös: 23 % der Männer, 24 % der Frauen (RKI DEGS1) Die Adipositasprävalenz stieg in 20 Jahren von 12,2 % (2003) auf 19,7 % (2023) (Starker et al., Journal of Health Monitoring 2025) Noch deutlicher wird das systemische Muster, wenn man auf Übergewicht und sozialen Status schaut: Menschen mit niedrigem Bildungsstatus haben heute fast doppelt so hohe Adipositas-Raten wie Menschen mit hohem Bildungsstatus. Bei Kindern aus einkommensschwachen Familien ist Adipositas fast fünfmal häufiger als bei Kindern aus einkommensstarken Familien. Übergewicht und soziale Schicht sind in Deutschland eng verknüpft. Das ist kein Zufall, sondern spiegelt direkt wider, wer Zugang zu gesunden Lebensmitteln hat, wer in Dauerstress lebt, und wessen Kinder in der Schule mit gesundem Essen versorgt werden. Also keine individuelle Schwäche! Sondern Übergewicht als gesellschaftliches Problem. Eine Transformation, die ganz Deutschland betrifft. Den in den letzten fünf Jahrzehnten können sich Genetik und Biologie der Menschen nicht verändert haben. So schnell geht Evolution nicht. Was sich verändert hat, nennen Wissenschaftler die obesogene Umwelt: die Summe aller Einflüsse, die unsere Umgebung, Möglichkeiten und Lebensbedingungen auf die Entstehung von Übergewicht haben. Wie es der Journalist und Autor Johann Hari in seinem Buch "Magic Pill"* formuliert: "Übergewicht ist nicht passiert, weil etwas in uns falsch gelaufen ist. Es ist passiert, weil etwas in unserer Gesellschaft falsch gelaufen ist." Was in Deutschland anders ist, uns aber auch nicht hilft Du lebst wahrscheinlich in einer Stadt, in der du Fahrrad fahren kannst. In der es Gehwege gibt. In der der nächste Supermarkt zu Fuß erreichbar ist. Das ist ein echter Vorteil gegenüber vielen US-amerikanischen Städten, wo Autofahren schlicht keine Alternative hat. Aber: Es schützt uns trotzdem nicht ausreichend. Warum? Weil das Problem in Deutschland weniger die Stadtarchitektur ist, sondern die Lebensmittelarchitektur. Und die ist genauso gegen uns designt. Was die Forschung zur obesogenen Ernährung in Deutschland zeigt: 46 % der täglichen Energieaufnahme von Erwachsenen in Deutschland stammt aus hochverarbeiteten Lebensmitteln (UPFs), einer der Hauptursachen für Übergewicht und eine Umwelt, die zur Gewichtszunahme beiträgt In einer deutschen Studie mit 814 Teilnehmern konsumierten 97,3 % regelmäßig süße oder salzige Snacks, also praktisch alle In der deutschen KiGGS-Kohorte (4.762 Kinder, 11 Jahre Follow-up) kann beobachtet werden, wie jede zehnprozentige Zunahme im UPF-Konsum das Übergewichtsrisiko um 12 % erhöht. Das verdeutlicht den Zusammenhang von Übergewicht und Lebensmittelumwelt Und das wir stehen, wo wir heute stehen, ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis von Jahrzehnten Produktentwicklung, mit einem einzigen Ziel: Wie bringen wir Menschen dazu, mehr zu essen, damit sie mehr kaufen? Warum dein Gehirn keine Chance hatte Für hunderttausende Jahre war das menschliche Gehirn auf ein Problem programmiert: Kalorien waren knapp. Wer zuckerhaltige, fettreiche Nahrung fand, musste davon so viel wie möglich essen – weil die nächste Hungersnot immer möglich war. Dieses Programm läuft noch heute. In jedem von uns. Die Lebensmittelindustrie weiß das. Sie hat Jahrzehnte damit verbracht, Produkte so zu gestalten, dass sie exakt auf diese evolutionären Schwachstellen zielen: die perfekte Kombination aus Zucker, Salz und Fett, die unser Belohnungszentrum aktiviert und uns sagt: mehr davon. Kein Mensch hat gegen ein System eine Chance, das von Wissenschaftlern und Psychologen speziell entwickelt wurde, um seinen Widerstand zu unterwandern. Das bedeutet nicht, dass du gar keine Wahl hast. Aber es bedeutet: Willenskraft allein ist keine realistische Strategie. Was du stattdessen tun kannst: 6 Hebel, wie du das System für dich nutzt Das Gute: Du musst das System nicht besiegen. Du musst nur verstehen, wie es funktioniert, um dann ein paar strategische Punkte zu deinen Gunsten zu verschieben. Hebel 1: Energiebilanz verstehen – ohne Kalorien zu zählen Der Kern ist simpel: Dein Körper baut Fett ab, wenn er über längere Zeit weniger Energie bekommt als er verbraucht. Aber: Du musst dafür keine Kalorien zählen. Du musst nur verstehen, warum hochverarbeitete Lebensmittel so kalorienreich sind. Und wie vollwertige Alternativen denselben Sättigungseffekt mit weniger Kalorien erzeugen. Ein Gramm Fett enthält 9 Kilokalorien, ein Gramm Kohlenhydrate oder Protein nur 4. Hochverarbeitete Produkte kombinieren beides in maximal kalorienreicher, minimalvolumiger Form. Dein Magen bemerkt die Kalorien erst, wenn es zu spät ist. Dein 1. Hebel: Tausch nicht Lebensmittel aus, sondern füge zuerst hinzu: Mehr Gemüse, Hülsenfrüchte und wasserreiche Lebensmittel zu jeder Mahlzeit. Sie nehmen kalorienreichen UPFs buchstäblich den Platz weg. Hier liest du alles über Energiedichte und warum das funktioniert: Hochverarbeitete Lebensmittel: Der stille Saboteur Hebel 2: Ballaststoffe und dein Darm-Mikrobiota Dein Darm ist kein passiver Verdauungskanal. Er beherbergt Billionen von Bakterien, dein Mikrobiota. Dessen Zusammensetzung beeinflussen, wie du Hunger empfindest, wie viel Energie du aus Nahrung ziehst und wie stark Entzündungsprozesse in deinem Körper sind. Hochverarbeitete Lebensmittel sind katastrophal für dieses Ökosystem. Sie liefern kaum Ballaststoffe (die Nahrung deiner "guten" Darmbakterien). Das Ergebnis: Ein Mikrobiom, das auf Hunger-Signale statt auf Sättigungs-Signale ausgerichtet ist. Lösliche Ballaststoffe in Hülsenfrüchten, Hafer, Beeren und Gemüse stabilisieren dagegen den Blutzucker, verlängern das Sättigungsgefühl und fördern kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat – mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Dein 2. Hebel: Ziele darauf ab, 30 verschiedene Pflanzensorten pro Woche zu essen. Das klingt nach viel, ist es aber nicht. Kräuter, Gewürze, unterschiedliche Bohnensorten ... Sie alle zählen. Mehr zum Zusammenhang von Sättigung, Blutzucker und Ballaststoffen liest du im Beitrag: Blutzuckerregulation Hebel 3: Energiedichte – iss nicht weniger, sondern mehr! Das klingt kontraintuitiv. Aber: Das Problem ist nicht die Menge, die du isst. Das Problem ist die Kaloriendichte dessen, was du isst. Eine halbe Schlangengurke (100 kcal) füllt deinen Magen deutlich mehr als eine Scheibe Speck (100 kcal). Dein Magen hat Dehnungsrezeptoren, die auf Volumen reagieren, nicht auf Kalorien. Hochverarbeitete Lebensmittel hebeln diesen Mechanismus aus, indem sie viel Energie (Kalorien) bei vergleichsweise geringem Volumen liefern. Dein 3. Hebel: Starte jede Mahlzeit mit dem volumenstärksten, energieärmsten Teil (Salat, Suppe, gedünstetes Gemüse ...) und der Rest reguliert sich oft von selbst. Hebel 4: Pflanzliches Protein als natürlicher Sättigungs-Booster Über hormonelle Mechanismen, die das Hungergefühl direkt dämpfen, hat Protein einen stärkeren Sättigungseffekt als die beiden anderen Makronährstoffe (Fett und Kohlenhydrate). Gleichzeitig hat Protein den höchsten thermischen Effekt. Das bedeutet, dass dein Körper beim Verdauen von Protein mehr Energie verbraucht, als er das bei Kohlenhydraten oder Fett tut. Pflanzliche Proteinquellen (Tofu, Tempeh, Hülsenfrüchte, Edamame ...) liefern diesen Effekt, ohne die gesättigten Fettsäuren und anderen problematischen Begleitstoffe tierischer Produkte. Dein 4. Hebel: Protein first. Entscheide zuerst, welche Proteinquelle eine Mahlzeit bekommt und bau den Rest dann drum herum. Wie viel Protein du brauchst und welche Quellen wirklich gut sind liest du in den Beiträgen: Proteinbedarf und Proteinquellen. Hebel 5: Nährstoffdichte – essen gegen den versteckten Hunger Hochverarbeitete Lebensmittel verursachen ein paradoxes Phänomen, das Forscher "versteckten Hunger" nennen: Du hast genug Kalorien gegessen, aber dein Körper meldet trotzdem Hunger. Weil ihm essenzielle Mikronährstoffe fehlen. Das ist kein Körperfehler. Das ist dein Körper, der nach dem sucht, was er braucht. Dessen Umwelt aber nur immer mehr des falschen Zeugs liefert. Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte (vielfältiges Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte ...) versorgen deinen Körper mit dem, wonach er sucht. Das reduziert Heißhunger. Nicht durch Willenskraft, sondern durch Biologie. Dein 5. Hebel: Je bunter dein Teller, desto besser. Unterschiedliche Farben = unterschiedliche Pflanzenstoffe = weniger versteckter Hunger. Hebel 6: Achtsam essen – die unterschätzte Bremse Das System der Lebensmittelindustrie funktioniert am besten, wenn du schnell und unbewusst isst. Fast Food ist so designt, dass du kaum kauen musst. Portionsgrößen sind so kalibriert, dass du den Teller automatisch leerst. Dein Körper braucht 15–20 Minuten, bis Sättigungssignale das Gehirn erreichen. In dieser Zeit kann sehr viel passieren, wenn du schnell isst. Die japanische Praxis Hara Hachi Bu ("Iss bis du zu 80% satt bist") ist kein "Woo Woo", sondern meine praktische Strategie, um dieses Zeitfenster zu nutzen. Dein 6. Hebel: Lege nach jedem zweiten Bissen das Besteck kurz ab. Kaue mehr. Kein Bildschirm beim Essen. Sieh es nicht wie Verbote, sondern wie Werkzeuge, die dein Nervensystem in den parasympathischen Modus bringen, in dem Sättigung überhaupt erst registriert werden kann. Wie du das in die tägliche Routine integrierst: Der Fettabbau-Leitfaden Fazit: Du kämpfst nicht gegen dich, du kämpfst gegen ein System Warum wird die Gesellschaft immer dicker? Nicht weil Menschen schwächer geworden sind. Sondern weil eine Industrie fünf Jahrzehnte damit verbracht hat, Produkte zu entwickeln, die darauf ausgelegt sind, deine evolutionären Instinkte zu überlisten und weil diese obesogene Umgebung diese Instinkte täglich aufs Neue aktiviert. Übergewicht als gesellschaftliches Problem in Industrienationen ist in Deutschland gut belegt. Das Robert Koch-Institut macht es klar: Der kontinuierliche Anstieg der Adipositasprävalenz zeigt, dass bisherige Maßnahmen auf politischer Ebene zur Prävention unzureichend waren. Das ist ein systemisches Problem, kein persönliches. Aber: Das System zu verstehen, gibt dir Handlungsmacht zurück. Du musst nicht perfekt sein. Du musst nicht alles auf einmal ändern. Du brauchst kein teures Supplement, keinen Personal Trainer und keine App, die deine Kalorien zählt. Du brauchst ein paar strategische Hebel und jemanden, der dir zeigt, wie du sie für deine spezifische Situation anwendest. Bereit für den nächsten Schritt? Wenn du dich beim Lesen erkannt hast, in dem Gefühl, alles zu versuchen und trotzdem nicht weiterzukommen, dann lass uns reden. Nicht um dir eine weitere Diät zu verkaufen. Sondern um gemeinsam herauszufinden, welche ein oder zwei Hebel in deinem Leben den größten Unterschied machen würden. Jetzt kostenlose Erstberatung buchen (30 Minuten, kein Pitch, kein Druck). Darf ich dich noch um etwas bitten bevor du gehst? Ja? Dann teile doch diesen Artikel mit jemandem, dem die Informationen ebenfalls helfen können. Außerdem darfst du mich gerne auf Instagram wissen lassen, welchen Teil dieses Artikels du besonders hilfreich fandest und Teil unserer Community werden ;-) Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Werbung ist gekennzeichnet (*) und enthält nur Produkte und Services, die wir persönlich nutzen oder empfehlen können.
- Warum Diäten nicht funktionieren – und wie du ohne Verzicht trotzdem Körperfett abbaust
tl;dr: Fettabbau ist komplex, aber nicht kompliziert und 5 Stellschrauben zählen wirklich Bewegung ist mehr als Sport: Alltagsaktivität (NEAT) ist oft der unterschätzte Hebel Schlaf und Stressmanagement sind keine "Extras" – sie entscheiden darüber, ob dein Körper überhaupt Fett verbrennen will Essen: Sättigungsqualität schlägt Kalorienzählen – du musst nicht hungern, wenn du die richtigen Lebensmittel wählst Wie schnell du isst, ist fast so wichtig wie was du isst Dein innerer Monolog sabotiert dich mehr als jeder Doppelcheeseburger Warum du diesen Artikel brauchst, statt des 47. "10 Tipps zum Abnehmen"-Post Lass mich raten: Du hast schon einiges ausprobiert. Vielleicht hat sogar irgendetwas davon funktioniert. Zumindest am Anfang. Und dann war da plötzlich wieder der Ausgangszustand. Vielleicht mit ein paar Extra-Kilo obendrauf. Das ist kein persönliches Versagen. Das ist ein Systemfehler. Das Problem mit den meisten Diäten ist nicht, dass sie nicht funktionieren. Das Problem ist, warum sie funktionieren und dass dieser Grund nicht nachhaltig ist. Hier ist die unbequeme Wahrheit: Fast jede Diät, die du je probiert hast (Low Carb, Intervallfasten, Keto, Clean Eating) hat kurzfristig angeschlagen, weil sie Lebensstilfaktoren eliminiert hat, die Übergewicht und Entzündungen gemeinsam befeuern. Hochverarbeitete Lebensmittel weg. Alkohol reduziert. Mehr Struktur im Alltag. Vielleicht mehr geschlafen, weil man gar keine Energie mehr für Spätabend-Snacks hatte. Die Diät war der Vehikel. Die eigentlichen Ursachen (Schlafmangel, Bewegungsmangel, Dauerstress, schlechte Lebensmittelqualität) werden damit aber nicht dauerhaft behoben. Deshalb kehrt das Gewicht zurück. Und deshalb funktioniert ohne Diät abnehmen nur, wenn du an diesen Ursachen selbst ansetzt. Nicht wegen der nächsten Methode, die sie vorübergehend überdeckt. Das Bild unten zeigt, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Umwelt- und Lebensstilfaktoren chronischer Entzündung identifiziert haben. Schau es dir einen Moment an. Erkennst du etwas? Die meisten dieser Faktoren sind gleichzeitig auch direkte Ursachen für Übergewicht. Kein Zufall. Es ist dasselbe System. Wenn eine Crash-Diät funktioniert, dann weil sie (zufällig oder absichtlich) mehrere dieser Faktoren auf einmal angeht. Das Problem: Sie tut es auf eine Art, die sich nach vier Wochen nicht mehr aufrechterhalten lässt. Was wenn du dieselben Faktoren angehst, aber so, dass es sich gut anfühlt? Ohne Verzicht abnehmen ist kein Wunschdenken. Es ist die logische Folge, wenn du verstehst, was deinen Körper wirklich antreibt. Genau darum geht es in diesem Artikel: gesund abnehmen ohne Verzicht, ohne Crash-Kurs, und mit Strategien, die die Wissenschaft wieder und wieder bestätigt. Aber bevor wir in die Stellschrauben einsteigen: Falls du dich fragst, warum das überhaupt so schwer ist und warum die Gesellschaft insgesamt immer dicker wird, obwohl alle versuchen gesünder zu leben, dann lies zuerst diesen Beitrag über die obesogene Umwelt. Er erklärt das "Warum" hinter allem, was hier folgt. Die 5 Stellschrauben für nachhaltigen Fettabbau – was die Wissenschaft wirklich sagt Fettabbau ist das Paradebeispiel für "delayed gratification", also verzögerte Belohnung. Dein Körper reagiert nicht sofort. Das macht es schwer. Aber es macht es nicht kompliziert. Die Wissenschaft vom Abnehmen ist da eigentlich ziemlich eindeutig: Es gibt keine Geheimformel, keinen Hack, keine Studie, die eine einzelne Methode über alles andere stellt. Was sich in Studien über Studien zeigt: Wer an mehreren Stellschrauben gleichzeitig dreht, moderat, konsistent, ohne Extreme, verliert langfristig mehr Körperfett und hält das Ergebnis besser. Fünf dieser Stellschrauben schauen wir uns jetzt an. Die 5 Stellschrauben sind Bewegung, Schlaf, Ernährung, Tempo beim Essen, Mindset. Stellschraube 1: Bewegung – und zwar die richtige Der größte Mythos beim Thema Abnehmen und Sport: Mehr ist mehr. Falsch. Konsistenz ("Dranbleiben") schlägt Intensität! Eine Person, die dreimal pro Woche 30 Minuten spazieren geht und das 52 Wochen lang durchhält, schlägt die Person, die montags das härteste Workout des Jahres macht und dienstags aufgibt. Bewegung für Fettabbau denkt man am besten in drei Schichten: Schicht 1 – NEAT (Non-Exercise Activity Thermogenesis): Das ist alles, was du außerhalb von gezieltem Sport bewegst. Treppe statt Aufzug. Zu Fuf zum Supermarkt. Telefonieren im Gehen statt Sitzen. Stehschreibtisch. Kleine Bewegungspausen. Unterschätze das nicht: Forschung zeigt, dass NEAT zwischen zwei Menschen gleichen Körpergewichts um bis zu 2.000 kcal täglich variieren kann. Schicht 2 – Krafttraining: Zwei- bis dreimal pro Woche 30–45 Minuten für die großen Muskelgruppen. Warum? Weil Muskelmasse deinen Grundumsatz erhöht, deine Glukosetoleranz verbessert und sicherstellt, dass du beim Abnehmen Fett verlierst und keine Muskeln. Das ist wichtig: Wer beim Abnehmen Muskeln verliert, macht sich das nächste Abnehmen schwerer, weil der Körper danach weniger Energie braucht. Schicht 3 – Ausdauer: Drei- bis viermal pro Woche 30–45 Minuten zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen, Laufen ... whatever you like. Niedrig bis moderat intensiv, dafür konstant. Statt Hochleistungs-Marathonvorbereitung genügt auch Netflix auf dem Crosstrainer. Diese Art Bewegung verbessert deine kardiovaskuläre Gesundheit, hilft bei der Regeneration und senkt Cortisol (das primäre Stresshormon). Pro-Tipp: Das wichtigste für Konsistenz bei Bewegung ist, dass du etwas findest, das du tatsächlich machst. Nicht etwas, das theoretisch optimal wäre. Und noch etwas: Übertreib es nicht am Anfang. Wer zu intensiv startet, riskiert Verletzungen oder Erschöpfung ... und hört auf. Starte kleiner als du denkst, dass du starten solltest. Das hier ist mit zügigem Gehen gemeint – nicht der Marathon in Sportklamotten. Stellschraube 2: Schlaf und Erholung – die unterschätzte Geheimwaffe Das klingt fast zu einfach, um wahr zu sein. Aber: Schlechter Schlaf sabotiert Fettabbau aktiv. Warum? Weil Schlafmangel den Cortisolspiegel erhöht. Und Cortisol dem Körper signalisiert dass Gefahr im Verzug ist. Und für den Körper bedeutet das Energiespeicher anlegen und behalten. Gleichzeitig steigen Ghrelin (Hungerhormon) und sinkt Leptin (Sättigungshormon). Das Ergebnis: Du isst mehr, wirst schlechter satt, und dein Körper ist weniger bereit, Fettreserven anzugreifen. Kurz: Wenn du schlecht schläfst, kämpfst du mit deiner eigenen Biologie. Das gilt auch für chronischen Stress. Dauerstress im Alltag (Job, Beziehungen, finanzielle Sorgen) hält denselben Cortisol-Kreislauf am Laufen. Keine Diät der Welt kompensiert das vollständig. Was hilft: 7–9 Stunden Schlaf als nicht verhandelbare Grundlage. Abendroutinen, die das Nervensystem runterbringen. Aktive Erholungseinheiten (leichtes Dehnen, Spazieren, Atemübungen) statt immer mehr Training. Und die ehrliche Frage: Wo in meinem Leben ist Stress so dauerhaft präsent, dass er meinen Körper im Alarmzustand hält? Pro-Tipp: Alles, was du über Schlafqualität wissen musst, und wie du sie konkret verbesserst, liest du im Blogbeitrag zu Schlaf als Erfolgsgeheimnis. Stellschraube 3: Was du isst – Sättigung statt Kalorienobsession Jetzt zum Teil, bei dem die meisten Menschen anfangen. Und der tatsächlich wichtig ist. Nur nicht auf die Art, wie du vielleicht denkst. Du musst keine Kalorien zählen, um Fett abzubauen. Du musst verstehen, warum du isst, was du isst und welche Lebensmittel dich wirklich satt machen. Zwei Mechanismen entscheiden darüber, wie satt du nach einer Mahlzeit bist: Mechanismus 1 – Volumen: Dein Magen hat Dehnungsrezeptoren. Je mehr er sich ausdehnt, desto stärker das Sättigungssignal. Lebensmittel mit viel Wasser und Ballaststoffen (Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte) füllen den Magen, ohne viele Kalorien zu liefern. Hochverarbeitete Lebensmittel dagegen sind so konzentriert, dass du Hunderte Kalorien zu dir nimmst, bevor der Magen überhaupt merkt, dass etwas angekommen ist. Mechanismus 2 – Nährstoffe: Sogenannte Chemorezeptoren messen, welche Nährstoffe ankommen. Protein ist dabei besonders mächtig: Es stimuliert Sättigungshormone wie GLP-1 und PYY, verlangsamt die Magenentleerung und hat den höchsten thermischen Effekt unter den Makronährstoffen. Das heißt, dein Körper verbrennt beim Verdauen von Protein mehr Energie als bei Kohlenhydraten oder Fett. Ziel beim Essen: Bei jeder Mahlzeit eine Basis aus minimal verarbeiteten Lebensmitteln. Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Obst für das Volumen. Eine gute Proteinquelle sichert die Sättigung. Gesunde Fette (Nüsse, Samen, Avocado, hochwertiges Öl) sind wichtig für Hormone und langfristige Sättigung, aber sparsam, da sie sind energiedicht sind. Pro-Tipp: Warum Energiedichte und Nährstoffdichte die Schlüsselkonzepte dahinter sind, erklärt dieser Blogbeitrag zu hochverarbeiteten Lebensmitteln als stille Saboteure. Eine praktische Faustregel: Starte jede Mahlzeit mit dem Gemüse. Füge dann Protein und Fett hinzu. Die Stärkequellen (Kartoffeln, Nudeln, Reis...) kommen zuletzt. So baust du natürliche Bremsen ein, ohne nachzudenken. Stellschraube 4: Wie du isst – Hara Hachi Bu und das Tempo-Problem Du kannst die perfekte Mahlzeit kochen und dich trotzdem sabotieren: indem du sie in vier Minuten inhalierst. Das Sättigungssignal deines Körpers braucht Zeit. Ungefähr 15–20 Minuten, bis Darm und Gehirn sich abgestimmt haben. Wenn du schneller isst, als diese Kommunikation stattfinden kann, isst du konsequent zu viel. Ohne es zu merken! Die Japaner haben dafür ein wunderbares Konzept: Hara Hachi Bu ("Iss bis du zu 80 Prozent satt bist"). Klingt einfach, ist es aber nicht, wenn man sein Leben lang darauf bedacht war, seinen Teller leer zu essen. Zwei Krücken für den Anfang: Lege nach jedem Bissen die Gabel hin. Kaue jeden Bissen deutlich länger, als du es normalerweise tust. Manche zählen bis 20. Das klingt albern, bis man merkt, wie viel weniger man isst. Das ist keine dauerhafte Regel – es ist ein Werkzeug, um deinen natürlichen Rhythmus wiederzufinden. Irgendwann wird dadurch langsames Essen zur neuen Gewohnheit. Bonus: Langsam essen ist auch weniger stressig. Du schmeckst das Essen. Du bist präsenter. Das ist alles Teil desselben Systems. Stellschraube 5: Wie du mit dir redest – der unterschätzte Hebel Das hier ist der Teil, den die meisten "Abnehm-Guides" weglassen. Weil er sich nicht wie Ernährungsberatung anfühlt. Weil er schwerer zu messen ist. Aber er ist real. Stell dir vor, du schaust einem Freund dabei zu, wie jemand Fremdes ihn für einen missglückten Abend, ein schlechtes Essen, eine verpasste Trainingseinheit niedermacht. Du würdest einschreiten. Du würdest sagen: "Hey, das war nur ein Tag. Kein Weltuntergang. Morgen geht's weiter!" Und dann gehst du nach hause und redest genauso schlecht mit dir selbst, wie der Fremde mit deinem Freund, weil du ein Workout verpasst oder eine Pizza gegessen hast? Die meisten Menschen reden mit sich selbst in einer Art und Weise, die sie nie gegenüber einem anderen Menschen akzeptieren würden. Das ist nicht nur unproduktiv, sondern erhöht Cortisol, verschlechtert die Regeneration und macht das Dranbleiben schwerer. Du spielst hier das lange Spiel. Über Wochen, vielleicht Monate. Was ist eine Mahlzeit, die nicht nach Plan lief? Was ist eine Nacht, in der du zu wenig geschlafen hast? Nichts, wenn du morgen wieder auf der Matte stehst. Ein guter Coach feuert seinen Athleten nach einem schlechten Wettkampf an. Er macht ihn nicht runter. Weil Profis wissen: Wer nach Rückschlägen weiterläuft, gewinnt am Ende. Sei dein eigener guter Coach. Exkurs: Supplemente zum Fettabbau – was steckt dahinter? Das Thema "Supplemente zum Abnehmen" ist groß genug für einen eigenen Beitrag. An dieser Stelle kurz zusammengefasst: Die meisten Nahrungsergänzungsmittel, die als "Fatburner" vermarktet werden, haben entweder keinen oder einen sehr bescheidenen Effekt, der weit hinter dem zurückbleibt, was die Hersteller versprechen. Was es aber gibt: Lebensmittel, die tatsächlich wie natürliche Appetitbremsen wirken. Hülsenfrüchte zum Beispiel nutzen den sogenannten Second Meal Effect. D.h. eine Portion Linsen oder Bohnen heute Mittag verlangsamt die Blutzuckerantwort noch auf die Mahlzeit am Abend. Den ganzen Beitrag "Supplemente zum Abnehmen" liest du hier. Fazit: Komplex, aber nicht kompliziert Fettabbau hat viele Facetten. Schlaf, Bewegung, Ernährung, Tempo, Mindset ... Das klingt nach viel. Aber all diese Faktoren ziehen in dieselbe Richtung. Wenn du anfängst, an einer Stellschraube zu drehen, beeinflusst das automatisch die anderen. Mehr Bewegung verbessert den Schlaf. Besserer Schlaf reduziert Hunger. Weniger Hunger führt zu besseren Lebensmittelentscheidungen. Bessere Lebensmittel geben dir mehr Energie für Bewegung. Du musst nicht perfekt starten. Du musst nur anfangen ... und dranbleiben. Denn wenn du es schaffst, grundlegende Gesundheitsgewohnheiten immer und immer wieder zu wiederholen, kannst du außergewöhnlichen Ergebnissen erreichen! Bereit für den nächsten Schritt? Ich weiß, wie viel Informationen da draußen sind. Und ich weiß, wie verwirrend es sein kann, wenn alles gleichzeitig wichtig klingt und sich vieles widerspricht. Mein Coaching-Ansatz ist ein anderer: Ich möchte, dass du die Dinge isst und tust, auf die du wirklich Lust hast. Aber auf eine Art, die trotzdem deinem Ziel dient. Kein Verbiegen. Keine Crash-Diäten. Keine Liste mit Lebensmitteln, die für immer tabu sind. Wenn du zum ersten Mal in deinem Leben ausprobieren willst, wie ohne Verzicht abnehmen in der Praxis aussieht, ohne stundenlange Trainingseinheiten, ohne Verbotslisten, ohne Schuldgefühle nach jedem Stück Kuchen, dann bin ich da für dich. Buche dir jetzt eine kostenlose Breakthrough-Session und lass uns gemeinsam herausfinden, was für dich und deine Situation funktioniert. Darf ich dich noch um etwas bitten bevor du gehst? Ja? Dann teile doch diesen Artikel mit jemandem, dem die Informationen ebenfalls helfen können. Außerdem darfst du mich gerne auf Instagram wissen lassen, welchen Teil dieses Artikels du besonders hilfreich fandest und Teil unserer Community werden ;-) Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Werbung ist gekennzeichnet (*) und enthält nur Produkte und Services, die wir persönlich nutzen oder empfehlen können.
- Wie dir ein konstanter Blutzuckerspiegel durch Blutzuckerregulation beim Abnehmen helfen kann
In diesem Artikel liest du, … ... welchen Zweck Blutzucker erfüllt. ... warum wir krasse Schwankungen des Blutzuckerspiegels vermeiden möchten. ... wie uns lösliche Ballaststoffe dabei helfen und wo wir sie finden. ... was du jetzt tun kannst. Keine Zeit? Hier ist ein tl;dr: tl;dr: Konstanter Blutzuckerspiegel und Blutzuckerregulation Ein konstanter Blutzuckerspiegel bietet zahlreiche Gesundheitsvorteile: Gesundes Körpergewicht erreichen, Heißhungerattacken reduzieren, stabiles Energieniveau halten ... Lösliche Ballaststoffe in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Gemüse spielen eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels Die Reihenfolge der Nahrungsaufnahme kann eine Rolle spielen: Mahlzeiten mit Gemüse beginnen, gefolgt von Proteinen und Fetten mit den Kohlenhydraten zuletzt Ein proteinreiches, ballaststoffhaltiges Frühstück ohne zugesetzte Zucker legt den Grundstein, um den Blutzuckerspiegel über den Tag stabil zu halten Regelmäßige Alltagsbewegung und gezielte sportliche Aktivitäten fördern die langfristige Blutzuckerregulation Warum es in unserer heutigen Lebensmittelumgebung so schwer ist, blutzuckerfreundlich zu essen und was die Gesellschaft damit zu tun hat: Übergewicht und die obesogene Umwelt Im Bereich der Ernährungslehre gibt es kaum ein Thema, bei dem sich nicht die Vertreter*innen der entgegengesetzten Enden des Spektrums bis aufs Äußerste bekriegen. Blutzucker ist die Ausnahme. Hier sind sich endlich mal alle einig: Je besser es uns gelingt, durch unsere Lebensmittelauswahl dessen Ausschläge gering zu halten, desto besser ist das für den kompletten Organismus. Die Rede ist dabei aber nicht von Low-Carb-Diäten. Die Kohlenhydrat-Insulin-Hypothese (CIM) ist insgesamt als kritisch zu betrachten. Stattdessen geht es um vollwertige Lebensmittel sowie Regeln für unser Essverhalten, zu deren Begleiterscheinungen Wohlfühlgewicht und ein gesunder Lebensstil sind. Was ist Blutzucker? Ist in unserem Sprachgebrauch die Rede von Blutzucker, ist damit für gewöhnlich die Konzentration von Glukose in unserem Blut gemeint. Dieser Einfachzucker ist die bevorzugte Energiequelle aller Zellen unseres Körpers — einschließlich denen in unserem Gehirn und in unseren Muskeln. Liegt eine zeitweise hohe Konzentration von Glukose im Blut vor, z. B. nach dem Essen, speichert der Körper diese als Energiereserven in Leber und (Skelett-) Muskulatur. Dementsprechend wollen wir gleichfalls vermeiden, dass die Konzentration von Glukose im Blut zu niedrig ist, da uns dann schlicht der "Saft" ausgeht. Und auch wenn unser Blutzuckerspiegel hoch ist, die Speicher aber bereits voll sind oder uns das Hormon Insulin fehlt, dass den Transport der Glukose aus dem Blut steuert, ist das problematisch. Hier spricht man von Glukoseintoleranz. Glukose ist also weder gut noch schlecht, solange sich die Konzentration im Blut innerhalb bestimmter Werte befindet. Mögliche Folgen eines schwankenden Blutzuckerspiegels Regelmäßige hohe Blutzuckerwerte — die sogenannten Blutzzuckerspitzen — steht unter anderem im Verdacht den Alterungsprozess zu beschleunigen, Entzündungen zu fördern und Typ-2-Diabetes auszulösen. Dagegen gehen steile Abstürze und tiefe Täler des Glukosespiegels im Blut mit Müdigkeit und launischem Verhalten einher. Ebenso wie eine Gier nach ungesundem Essen. Doch woher kommen diese Heißhungerattacken? Sie sind der Versuch des Körpers, mithilfe schneller Energiequellen den Blutzuckerspiegel zurück in seine Balance zu bringen. Hieraus leitet sich letztlich das Konzept einer Lebensmittelauswahl zur Blutzuckerregulation ab. Hilfe beim Abnehmen und für konstante Energielevel Gelingt es uns durch unsere Ernährung — und mithilfe von körperlicher Aktivität — die Ausschläge unsere Blutzuckerspiegel in einem gesunden Bereich zu halten, wirkt sich das positiv auf unser Energielevel aus und Heißhungerattacken werden seltener. Mit weniger solcher Attacken fällt es uns natürlich auch leichter, unser Gewicht zu halten. Eine "blutzuckerfreundliche" Ernährung beinhaltet jede Menge ballaststoffreiche Lebensmittel, gesunde Fette und ausreichend Proteine. Diese tragen dazu bei, die Verdauung zu verlangsamen, sodass Glukose langsamer ins Blut gelangt. Pro-Tipp: Ballaststoff- und proteinreich — lerne in diesem Blogbeitrag beste pflanzliche Eiweißquellen kennen. Auf die Reihenfolge, in der wir unsere Gerichte essen, kommt es ebenfalls an: Zuerst das Gemüse, dann die protein- und fettreichen Elemente und erst am Ende die stärke- und zuckerhaltigen Lebensmittel. Und schließlich ist es auch wichtig, was wir zwischen unsere Mahlzeiten machen — fasten, spazieren gehen, … Pro-Tipp: Weiter Hacks für deinen Blutzuckerspiegel findest du in diesem Blogbeitrag zu "Der Glukose Trick“ von Jessie Inchauspé. Ihre löslichen Ballaststoffe machen Haferflocken und Beeren zu mächtigen Verbündeten für die Blutzucker Regulation. Lösliche Ballaststoffe: Die Geheimwaffe für die Blutzuckerregulation Lösliche Ballaststoffe — zu finden in Lebensmitteln wie Haferflocken und Zitrusfrüchten — lassen den Mageninhalt zu einer gelartigen Substanz werden. Ist der Speisebrei "viskoser", geht die Verdauung langsamer voran. Innerhalb dieses zähen Gemischs werden auch Kohlenhydrate aus der Nahrung weniger schnell zu Glukose abgebaut, was in einem gleichmäßigeren Anstieg des Blutzuckerspiegels resultiert. Kohlenhydrate und andere Nährstoffe reisen innerhalb eines solchen viskosen Speisebreis zudem tiefer in den Darm. Dort können sie dann den sogenannte Ileumbremsreflex auslösen — ein weiterer Mechanismus unseres Körpers, der die Glukoseaufnahme verlangsamt. Diese Eigenschaften sind es, die lösliche Ballaststoffe zu einem mächtigen Mitstreiter für ein verbessertes Glukosemanagement und eine lang anhaltende Sättigung machen. Lebensmittel, die Blutzucker konstant halten Um mithilfe dieser Verbündeten unseren Blutzuckerspiegel konstant zu halten, müssen wir möglichst bei jeder Mahlzeit Vertreter folgender Lebensmittelgruppen in unsere Gerichte integrieren: Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide — u.a. die oben erwähnten Haferflocken —, Samen, Nüsse und Nussmuse, ballaststoffreiche Gemüsesorten und ganze Beeren und Zitrusrüchte. Eine Lebensmittelauswahl, die nicht ohne Grund mit den Prinzipien einer Plantbased Diet (deutsch: vollwertig pflanzliche Ernährung) übereinstimmt. Warum es trotzdem so schwer ist, diese Lebensmittel konsequent zu wählen und was unsere Lebensmittelumgebung damit zu tun hat erfährst du hier: Wie entsteht Übergewicht wirklich? Buche dir hier eine kostenlose Breakthrough-Session um herauszufinden, wie du dieses Wissen innerhalb deiner ganz individuellen Rahmenbedingungen umsetzen kannst. Selbst dann, wenn wir einmal Fertiggerichte und Speisen mit einem hohen glykämischen Index zu uns nehmen, die für sich genommen zu Glukosespitzen führen würden, verbessert das Kombinieren dieser mit ballaststoff-, fett- und proteinreichen Lebensmitteln unsere Blutzuckerantwort. Pro-Tipp: Hülsenfrüchte haben noch einen weiteren Trumpf: Ihr Einfluss auf den Blutzucker reicht über die aktuelle Mahlzeit hinaus. Wie genau das funktioniert und welche weiteren Lebensmittel ähnlich wirken, liest du im Beitrag zu natürlichen Sättigungsboostern. Next Steps: Neugierig sein, beobachten, Balance finden Das Wissen um die eigene Blutzuckerreaktion ist nicht nur für Diabetes Ernährung relevant. Glätten wir unsere Blutzuckerkurve, erhöht sich unser Wohlbefinden und wir werden gesünder. Eine Infografik mit Tricks, wie sich mit Ernährung der Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen lässt, findest du in unserem kostenlosen Downloadportal. Denn wie wir gesehen haben, ist eben nicht nur ein dauerhaft erhöhter Glukosewert im Blut riskant, sondern auch ein stark schwankender Blutzuckerspiegel kann zum Beispiel zu Entzündungen und Stress im Körper führen und Organe wie die Nebennieren und die Schilddrüse schädigen. Der Weg zu einem konstanten Blutzuckerspiegel führt über eine Balance in der Ernährung. Das heißt nicht per se, Eis zu verbieten und Pizza zu verteufeln und eine Makronährstoffverteilung ohne Kohlenhydrate anzustreben — Bewerten wir bestimmte Lebensmittel als "schlecht" und versuchen, diese komplett zu streichen, geht das nie lange gut. Balance bedeutet vielmehr, diese Nahrungsmittel mit Bedacht zu genießen und einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels mithilfe einer Fülle vollwertiger pflanzlicher Lebensmittel abzufedern. So kann ein Ernährungsmuster entstehen, welches wir langfristig aufrechterhalten können, das es uns ermöglicht intuitiv zu essen und so einen rundum gesunden Lebensstil ins Rollen bringt. Fandest du diesen Artikel hilfreich? Dann teile ihn doch mit jemandem, dem diese Informationen ebenfalls helfen können. Man wird es dir danken–versprochen! Außerdem freue ich mich, wenn du mich wissen lässt, was besonders hilfreich für dich war und was du für dich mitnehmen kannst. Und auch Anregungen und Kritik darfst du mich gerne wissen lassen. Gleich hier in den Kommentaren oder werde Teil unserer Instagram-Community. Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Werbung ist gekennzeichnet (*) und enthält nur Produkte und Services, die wir persönlich nutzen oder empfehlen können.
- Hochverarbeitete Lebensmittel: Der stille Saboteur beim Abnehmen
tl;dr: Was du zum Abnehmen essen solltest Energiedichte beschreibt Kalorienmenge pro Lebensmitteleinheit (Fett: ca. 9 kcal/g; Kohlenhydrate+Proteine: ca. 4 kcal/g), wobei energieärmere Lebensmittel bei gleichem Volumen besser sättigen Nährstoffdichte bezeichnet den Gehalt wichtiger Mikronährstoffe im Verhältnis zum Kaloriengehalt; je unverarbeiteter ein Lebensmittel, desto höher ist typischerweise seine Nährstoffdichte (es gibt Ausnahmen) "Versteckter Hunger" entsteht bei ausreichender Kalorienzufuhr und gleichzeitigem Mangel an essenziellen Mikronährstoffen; energiedichte, nährstoffarme und hochverarbeitete Lebensmittel begünstigen das Syndrom Die Lebensmittelindustrie nutzt unsere evolutionär verankerte Vorliebe für energiedichte Lebensmittel aus, die ursprünglich dem Überleben dienten, damit wir mehr süße und fettige Nahrungmittel konsumieren. Eine Plantbased Diet (deutsch: Vollwertig pflanzliche Ernährung) bietet typischerweise hohe Nährstoffdichte bei geringer Energiedichte; "vegan" erlaubt dagegen keine Aussage über Nährstoff- oder Energiedichte Direkt lesen ... … was die Energiedichte ist. … warum hochverarbeitete Lebensmittel weniger satt machen als andere. … was Nährstoffdichte bedeutet. … warum wir nach energiedichten Lebensmittel gieren. … wie sich Nährstoff- und Energiedichte in einer WFPB-Diet und einer durchschnittlichen Ernährungsweise unterscheiden. "Wer Lauch isst bleibt ein Lauch". Kommentare im Internet, die die Fähigkeit zum Muskelaufbau bei rein pflanzlicher Ernährung in Frage stellen, halten sich tapfer. Ebenso wie die Idee, vegane Ersatzprodukte und Junkfood seien sowas wie "Supplemente zum Abnehmen", nur weil sie ohne tierische Produkte auskommen. Beides ist falsch. Beobachtungen werden falsch interpretiert, bis sie diese Ideen nahe legen. Darauf aufbauend wird dann eine Theorie entwickelt. Die Zeitungen berichten und fertig ist die Volksweisheit. Dann kennt man eventuell noch jemanden, "dem es genauso erging" und alle Zweifel an der Richtigkeit der Theorie sind beseitigt. Gewichtsverlust stellt sich aber nur dann ein, wenn die Energiebilanz negativ ist. Das heißt, wenn wir weniger Kalorien essen, als wir verbrennen. In allen anderen Szenarien heißt es stattdessen weiter "Hilfe ich nehme nicht ab!". Nun verlieren viele Menschen aber tatsächlich erstmal Gewicht, wenn sie eine vollwertig pflanzliche Ernährung beginnen. Nur hat das eben nichts mit der Ernährungsform zu tun. Was passiert ist, dass sie weiter fleißig die gleichen Portionen essen, ihr Teller nun allerdings mit vollwertig pflanzlichen Lebensmitteln gefüllt ist. Und die enthalten durchschnittlich einfach weniger Kalorien als hochverarbeitete Lebensmittel und Convenience Produkte. So schön so gut, wenn man abnehmen möchte. Nicht jeder Mensch möchte – oder kann – allerdings Gewicht verlieren. Daher ist es wichtig, den wahren Grund hinter dem Gewichtsverlust zu verstehen: Die Energiedichte. Was bestimmt die Energiedichte? Die Energiedichte gibt an, wieviel Energie in einer definierten Menge eines Lebensmittels enthalten ist. Ein Blick auf die Makronährstoffe verdeutlicht das. Fett ist der "energiedichteste" Makronährstoff. Mit neun Kilokalorien, also neun Einheiten Energie pro Gramm, drängen sich in einem Kilogramm Fett 9000 Kilokalorien. Die Energiedichte gibt an, wieviel Energie in einer definierten Menge eines Lebensmittels enthalten ist. Wie "dicht" das ist, sehen wir im Vergleich mit den beiden anderen Makronährstoffen, den Kohlenhydraten und dem Eiweiss. Mit jeweils nur ungefähr vier Kalorien pro Gramm tummeln sich in einem Kilogramm Kohlenhydraten oder Eiweiss lediglich 4000 Kilokalorien. Ein Kilogramm Fett enthält die 2,25-fache Menge Energie und hat somit eine höhere Kaloriendichte. Im Alltag essen wir natürlich kein Kilo Fett sondern Gerichte und Lebensmittel, die immer aus einer Kombination von Makronährstoffen bestehen. Die Makronährstoffverteilung variiert allerdings und so lässt der Fettanteil durchaus Rückschlüsse auf die Nährstoffdichte zu. Je höher der ausfällt, desto mehr Kalorien enthält die Speise. Aber Lebensmittel sind natürlich auch mehr als eine Kombination von Makronährstoffen. Die Dinge, die wir essen, beinhalten viele weitere Stoffe, die zwar das Volumen beeinflussen, ohne dass sie jedoch Energie liefern. In anderen Worten verdängen diese Stoffe Kalorien aus dem Lebensmittel. Das verringert wiederum die Energiedichte. Neben sekundären Pflanzenstoffen sprechen wir hier vor allem von Wasser und Ballaststoffen, streng genommen ebenfalls Gruppen von Kohlenhydrate, deren Energiewert wir hier aber bewusst ignorieren. Zusammenfassung: Lebensmittel sind umso energiedichter, je höher ihr Fettanteil. Wasser- und ballaststoffreiche Lebensmittel sind tendenziell wenig energiedicht. Speck ist zum Beispiel sehr energiedicht, eine Gurke nicht. Sättigung und hochverarbeitete Lebensmittel Was bringt uns dieses Wissen nun im Alltag? Bleiben wir beim Beispiel von der Gurke und vom Speck und betrachten ihren Einfluss auf unser Sättigungsempfinden. Um 100 Kalorien zu uns zu nehmen, müssen wir eine halbe Schlangengurken essen – eine Gurke wiegt ungefähr 400 Gramm bei rund 200 Kalorien. Die Menge an Nahrung, die sich den Weg Richtung Magen bahnt, ist entsprechend groß. Dort angekommen, bemerken sogenannte Mechanorezeptoren, wie sich die Magenwand ausdehnt und vermelden Sättigung. Beim Speck liefert dagegen bereits eine einzelne Scheibe über 100 Kalorien – eine Scheibe wiegt ungefähr 20 Gramm bei 132 Kalorien. Zerkaut zu einem kleinen Häufchen kommt er von den Dehnungsrezeptoren unbemerkt im Magen an. Um Sättigung auszulösen ist das Volumen zu wenig. Im Verhältnis zur aufgenommenen Menge sättigen energiedichte Lebensmittel schlechter als weniger energiedichte. Wir können also festhalten, dass energiedichte Lebensmittel im Verhältnis zur aufgenommenen Menge schlechter sättigen als weniger energiedichte. Fettreiche Lebensmittel sättigen somit schlechter als ihre kohlenhydrat- und proteinlastigen Pendants. Eine Ausnahme zu dieser Regel sind Nüsse, denen trotz ihres Fettgehalts eine gute Sättigungswirkung zugeschrieben wird. Die Sättigungswirkung von Proteinen ist übrigens höher als die von Kohlenhydraten. Trotz gleicher Energiedichte. Das bestätigen diverse Studien. Es gibt aber noch einen zweiten Mechanismus: Sogenannte Chemorezeptoren messen, welche Nährstoffe ankommen. Das erklärt, warum Nüsse trotz hoher Energiedichte gut sättigen: ihr Mikronährstoffgehalt löst ebenfalls ein Sättigungssignal aus. Wenn uns Nährstoffe fehlen, können wir uns selbst dann noch hungrig fühlen, wenn der Bauch bereits spannt – mehr dazu weiter unten im Text. Wie diese beiden Sättigungsmechanismen zusammen mit Protein, Schlaf und Alltagsbewegung das große Bild des Fettabbaus ergeben, erklärt der Fettabbau-Leitfaden. Pro-Tipp: Mit der Energiedichte steht uns ein Werkzeug zur Verfügung um die Kalorienmenge unserer Mahlzeiten zu steuern. So werden wir satt ohne uns voll zu fühlen. Wenn du dich also fragst "Wie kann ich gesund abnehmen ohne zu hungern?" ist das deine Antwort. Welche Lebensmittel dabei besonders gut sättigen, inklusive einer Übersicht nach Sättigungswert, erfährst du im Beitrag zu natürlichen Sättigungsboostern. Zunehmen, abnehmen, Gewicht halten – Ohne Hunger und Völlegefühl Sprich kostenlos mit einem Ernährungscoach und finde heraus, wie du dir die Nährstoffdichte für dein Ziel zunutze machen kannst. Damit wir uns die Energiedichte zunutze machen können, müssen wir zuerst unser Ziel kennen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wir den eingangs erwähnten Gerüchte zu veganer Ernährung Futter liefern, wenn wir z.B. am Versuch, Muskeln aufzubauen verzweifeln oder den veganen Gedanken verwerfen, weil wir nicht abnehmen. Ein Mensch, der überschüssiges Körperfett verlieren möchte, muss sich in ein Kaloriendefizit begeben. Das ist der älteste Diät Tipp und er stimmt. Wenn der Körper nicht die ganze Energie, die er benötigt, über Nahrung zugeführt bekommt, gleicht er das mit der als Fettzellen gespeicherten Energie aus. Weniger Kalorien zu uns zu nehmen fällt uns natürlich leichter, wenn wir uns trotzdem satt fühlen. Diesen Spagat schaffen Lebensmittel mit geringer Energiedichte. Für Menschen in anderen Lebenssituationen können dagegen energiedichte Lebensmittel besser geeignet sein, ihre Ziele zu erreichen. Beispielsweise für den Sportler, der nach einer anstrengenden Einheit seinem Körper das Material für Regeneration und Wachstum zur Verfügung stellen muss. Ebenso wie für die Stillende, die einen höheren Energiebedarf hat oder Kinder und Jugendliche im Wachstum. Oder für sehr junge und sehr alte Menschen, denen es oft schwer fällt, ihren Kalorienbedarf zu decken. Energiedichtere Lebensmittel eignen sich besonders in Situationen, die bei geringer Nahrungsmenge eine hohe Energiezufuhr erfordern. Speck sollte aber dennoch nicht das Lebensmittel der Wahl sein … Nährstoffdichte Allein den Energiebedarf zu decken, schafft nämlich noch keinen gesunden Körper. Für optimale Gesundheit und einen gesunden Lebensstil sind wir auf viele weitere Stoffe angewiesen, wie beispielsweise Vitamine und Mineralstoffe. Die Nährstoffdichte beschreibt den Gehalt wichtiger Nährstoffe in Abhängigkeit der enthaltenen Energie eines Lebensmittel und hilft uns zu beurteilen, wie gut dieses den Nährstoffbedarf unseres Körpers deckt. Nochmal zurück zum Speck, der zwar energiedicht ist, aber eine geringe Nährstoffdichte aufweist und zudem einige, der Gesundheit abträgliche Stoffe enthält. Er kann dabei helfen, unsere Energiespeicher zu füllen, in unseren Nährstoffspeichern herrscht aber weiterhin gähnende Leere. Dabei müssen energiedichte Lebensmittel nicht zwingend arm an Nährstoffen sein. Wie bereits erwähnt, liefern viele Lebensmittel in einer Plantbased Diet, wir Nüsse und Avocados, dank ihres hohen Fettanteils eine Menge Energie, während sie zeitgleich vor Nährstoffen strotzen. Es hilft also deiner Gesundheit, wenn du die Nährstoffdichte bei der Lebensmittelauswahl berücksichtigst. Ausrechnen musst du sie dir aber nicht. Denn wenn du regelmäßig zu Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen greifst, nimmst du automatisch die meisten wichtigen Nährstoffe zu dir. Wenn du es dir dann vereinzelt auch mal "gut gehen" lässt, steckt dein Körper den Zucker, das Fett und die geringe Nährstoffausbeute weg. Dass es bei "vereinzelt" bleibt ist aber oft gar nicht so einfach. Lebensmittelhersteller legen es förmlich darauf an, dass wir fast ausschließlich die nährstoffarmen, hochverarbeiteten Produkte zu uns nehmen. Nicht weil sie wollen, dass wir krank werden. Sie wollen schlicht ihre Gewinne maximieren. Mit dieser Brille entwickeln sie ihre Produkte und solange wir sie noch kaufen können, hat unsere Gesundheit keine Priorität. Umso besser diese Produkte unsere Triebe ansprechen – billig, süß, bunt, fettig, … – desto größer ihr Erfolg. Ob diese hochverarbeiteten Lebensmittel vegan sind oder tierische Inhaltsstoffe enthalten macht für ihren Gesundheitwert keinen Unterschied. Warum diese Mechanismen in Deutschland besonders wirksam sind und was die Wissenschaft über unsere Lebensmittelumgebung sagt, liest du hier: Übergewicht ist nicht deine Schuld – die obesogene Umwelt erklärt. Diese Kombination trägt zu einem Phänomen namens "verstecktem Hunger" bei. Ein Zustand, an dem angeblich über die Hälfte der Weltbevölkerung leidet. Er zeichnet sich durch einen Mangel an essenziellen Mikronährstoffen trotz ausreichender Kalorienzufuhr aus. Nicht nur Menschen in Entwicklungsländern, sondern auch Bewohner der reichsten Ländern der Erde – wie Deutschland – sind betroffen. Die Vitamine, Mineralien und anderen bioaktiven Substanzen, die uns bei "verstecktem Hunger" entgehen, sind es aber, die uns vor Krankheiten schützen. Und so zählt Nährstoffmangel zu den Gründen für den rasanten Anstieg chronischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Indem wir nährstoffdicht essen, entscheiden wir uns demnach für Lebensmittel mit einem gesundheitsfördernden Potential. Im Laufe des Verarbeitungsprozesses nimmt die Nährstoffdichte tendenziell ab. Je weniger ein Produkt seiner natürlichen Form entspricht, desto geringer ist sie. Kartoffeln sind also nährstoffdichter als Kartoffelbrei und Kartoffelbrei ist nährstoffdichter als Kartoffelchips. Natürlich ist diese Regel nur als Orientierung gedacht und es bestehen diverse Ausnahmen. Exkurs: Warum wir nach hochverarbeiteten Lebensmitteln gieren? Die Lebensmittelindustrie "designt" Produkte, die möglichst starke Reaktionen bei uns auszulösen sollen. Aber wieso ist unser Trieb zur Packung zu greifen – und sie erst wieder abzusetzen, wenn sie leer ist – stärker als unser Überlebenstrieb? Denn wir wissen ja, dass Chips und Speck nicht gut für uns sind. Spricht dieses Verhalten nicht gegen die Theorie der Evolution? Nicht so schnell. Zum einen folgt Evolution dem Ziel der Fortpflanzung. Nicht dem eines langen gesunden Lebens. Zum anderen nutzen Hersteller – mit Hilfe von Erkenntnissen aus Psychologie und Biologie – evolutionär angelegte Überlebensstrategien für ihre Zwecke. Ihre Produkte sollen unser Belohnungszentrum ansprechen und so positive Gefühle auslösen. Denn das wollen wir dann wieder und wieder fühlen. Das Beispiel einer Motte verdeutlicht das. Lichtquellen ziehen sie magisch an. In der vorindustriellen Welt half ihr das dabei, sich zu ernähren und fortzupflanzen. Über tausende Generationen war ihr Trieb also vorteilhaft und sicherte das Überleben der Spezies. Ein und er selbe Trieb lässt sie allerdings heute wie von Sinnen gegen Glühbirnen fliegen. In den letzten beiden Jahrhunderten hat der Mensch die Umwelt stark verändert. Zu schnell für die Evolution der Motte – und des Menschen – damit sich Körperfunktionen daran anzupassen können. Und so können ursprünglich überlebenswichtige Triebe und Verhaltensweisen in einer veränderten Umwelt den gegenteiligen Effekte haben. Unsere Urinstinkte sind tief in einer Welt verwurzelt, in der energiedichte Nahrungsmittel knapp waren. In diesem Kontext signalisierten süße und fettige Lebensmittel hohe Energiedichte, was für das Überleben entscheidend sein konnte. Lebensmitteln in ihrem natürlichen Zustand sind aber generell nicht so oft sehr süß oder sehr fettreich und eine Kombination beider kommt nur äußerst selten vor. Wenn dann doch einmal eine derartige Energiequelle für unsere Vorfahren auftauchte, hüpfte ihr Belohnungszentrum vor Aufregung im Kreis und veranlasste sie dazu, den Baum oder Strauch zu plündern, bis dieser leer und ihre Bäuche gefüllt waren. Diese "Gier" trug dazu bei, die Überlebenschancen Einzelner und unsere Art als Ganzes zu erhöhen, da die nächste Hungersnot immer lauerte. Jetzt ist es jedoch wichtig zu beachten, dass sich unsere Umwelt in der modernen Welt weiterentwickelt hat und energiedichte Lebensmittel – süß und fettreich – nun rund um die Uhr verfügbar sind. Der Verzehr großer Mengen dieser Lebensmittel ohne Berücksichtigung der Gesamtenergiezufuhr kann zu übermäßigem Kalorienverbrauch und Gewichtszunahme führen. Somit haben sich unsere Ernährungsbedürfnisse entwickelt von "Kalorienaufnahme um jeden Preis" zu "Kalorienzufuhr einschränken, um Zivilisationskrankheiten zu vermeiden". Um eine ausgewogene Ernährung entgegen der prähistorischen Hardware und Software – Genetik und Triebe – aufrechtzuerhalten, ist es entscheidend, Lebensmittel mit hoher Energiedichte mit Lebensmitteln zu kombinieren, die eine geringe Energiedichte aufweisen. Dies hilft, Sättigung ohne übermäßige Kalorienaufnahme zu erreichen. Beispielsweise können kohlenhydratreiche Getreideprodukte durch proteinreichere Hülsenfrüchte ersetzt und mit ballaststoffreichem Gemüse kombiniert werden – z. B. ein Nudelgericht mit Linsen-Fussili und Brokkoli oder sogar ein Gemüse-Kichererbsen-Pfannengericht. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Schüssel Müsli mit einer Vielzahl von leckeren Früchten zu kombinieren. Durch das Einbeziehen von Lebensmitteln mit geringer Energiedichte in unsere Mahlzeiten können wir uns satt und zufrieden fühlen, während wir unseren Kalorienverbrauch im Griff behalten. Außerdem ermöglicht es uns weiterhin eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen und Texturen zu genießen, ohne bestimmte Dinge komplett zu streichen. Und gleichzeitig versorgen wir unseren Körper mit den lebenswichtigen Nährstoffen, die er braucht. Indem wir diesen Spagat zwischen hoch- und niedrigenergetischen Lebensmitteln meistern, können wir zum einen unseren angeborenen Gelüsten gerecht werden und uns trotzdem entspannt in der modernen Lebensmittelumwelt zu bewegen. Pro-Tipp: Wer gesund sein will, muss sich selbst darum kümmern. Wir können verinnerlichen, dass verarbeitete Lebensmittel und Fast-Food speziell dafür konzipiert sind, unseren Willen auszuhebeln. Mit diesem Wissen können wir gegensteuern. Und wenn wir gelegentlich unseren Trieben erliegen, ist es wichtig, dass wir uns dafür nicht verurteilen. Energie- und Nährstoffdichte in einer Plantbased Diet Zum Abschluss vergleichen wir einen eine vollwertig pflanzliche Ernährung mit einer durchschnittlich westlichen hinsichtlich Energie- und Nährstoffdichte der enthaltenen Lebensmittel. Schließlich wollen wir unser neu erworbenes Wissen auch anwenden. Die Ernährung in westlichen Ländern zeichnet sich vor allem durch den Konsum großer Mengen verarbeiteter und tierischer Lebensmittel aus. Fertigprodukte, Milch- und Fleischwaren stehen jeden Tag auf dem Speiseplan. Nährstoffdichte Lebensmitte – wie Obst und Gemüse – fristen dagegen nur ein Schattendasein. Der Körper ist so einerseits konstant der Gesundheit abträglichen Lebensmitteln ausgesetzt. Während ihm andererseits Nährstoffe fehlen ("versteckter Hunger"). Achtung: Der Begriff "vegan" erlaubt keine Rückschlüsse zu Nährstoff- und Energiedichte. Schließlich sind Oreos* und Manner-Waffeln* genauso vegan, wie Orangen und Mandarinen und das Angebot an Junk-Food mit dem Vegan-Label wächst stetig. Dagegen liegt der Fokus einer vorwiegend vollwertig pflanzlichen Ernährung (Plantbased Diet deutsch) auf einer möglichst großen Vielfalt unverarbeiteter Lebensmittel. Die Zufuhr von Junkfood und stark verarbeiteten Lebensmitteln bewegt sich innerhalb enger Grenzen. Dadurch ist der Großteil der beinhalteten Nahrungsmittel wenig energiedicht bei zeitgleich großer Nährstoffdichte. Verzichtet werden muss übrigens trotzdem auf kein Gericht. Nahezu alles, was du dir vorstellen kannst, lässt sich in einer vollwertig pflanzlichen Variante "nachbauen". Von Pasta Alfredo bis zum Sonntagsbraten. Die hohe Nährstoffdichte der Lebensmittel bei diesem gesunden Lebensstil sorgt fast automatisch für eine ausreichende Versorgung mit den wichtigen Nährstoffen. Menschen mit hohem Energiebedarf – Schwangere, Kinder, Sportler, … – sollten aber, wie bereits erwähnt, ein Auge auf die Kalorien behalten. Vor allem rohes Gemüse liefert wenig Kalorien, während es schnell satt macht. Mit Nüssen, Nussmusen und Avocados erreichen dagegen auch diese Personengruppen eine adäquate Kalorienzufuhr und profitieren dabei von der Nährstoffdichte pflanzlicher Lebensmittel. Pro-Tipp: Falls du dich häufig kraftlos fühlst, solltest du prüfen, ob du ausreichend Kalorien zu dir nimmst. Fotografiere dafür deine Mahlzeiten, nutze eine Tracking-App oder ein Ernährungstagebuch. Diese Methoden unterstützen dein Gedächtnis, da wir Portionsgrößen rückblickend häufig falsch einschätzen. Und ganz nebenbei sinkt in einer vollwertig pflanzliche Ernährung der Anteil gesättigter Fettsäuren an der Ernährung, deren Zufuhr als Risikofaktoren für diverse Krankheitsbilder gilt. Ein Grund mehr, jetzt deinen plantbased Selbstversuch zu starten. Fandest du diesen Artikel hilfreich? 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- Abnehmen ohne Hungern: Plantbased Diet als Geheimrezept
tl;dr: Abnehmen ohne Hungern Abnehmen ohne Verzicht: Nachhaltige Gewichtsreduktion funktioniert besser durch einen ganzheitlichen Ansatz statt restriktiver Diäten – der Fokus liegt auf "Low-Crap" (Ultra-Processed Foods reduzieren) statt "Low-Carb" (bestimmte Makronährstoffe meiden) Plantbased Diet als Schlüssel: Eine vollwertig pflanzliche Ernährung ermöglicht Abnehmen ohne Hungern, z. B. durch natürlich sättigende Ballaststoffe und wasserreiche Lebensmittel Gesunder Lebensstil statt Diät: Ernährung ist nur ein Teil des Puzzles – warum Schlaf, Stressmanagement und Alltagsbewegung (NEAT) genauso entscheidend sind, erfährst du im großen Fettabbau-Leitfaden Warum es überhaupt so schwer ist, in unserer heutigen Umgebung ein gesundes Gewicht zu halten (und warum das nichts mit Willenskraft zu tun hat) erklärt dieser Beitrag: Wie entsteht Übergewicht wirklich? Warum die Gesellschaft immer dicker wird Nachhaltiger Ansatz: Die Kombination einer Ernährung aus 80 - 90 % vollwertig pflanzlichen Lebensmitteln und bewussten Ausnahmen macht das Abnehmen langfristig erfolgreich – ohne Jo-Jo-Effekt! Individuelles Ernährungsmuster: Abnehmen ohne verzichten bedeutet, wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Vorlieben zu verbinden und z. B. Lieblingsgerichte gesund zu interpretieren In diesem Artikel erfährst du im Detail, … …aufgrund welcher Mechanismen Diäten funtionieren. …welche Faktoren beim Abnehmen essenziell sind und welche nur Schein. …was die Alternative zu einer restriktiven Diät ist. …warum eine Plantbased Diet abnehmen ohne Verzicht verspricht. …wie du ein eigenes Ernährungsmuster entwickelst, das dich fit und gesund hält. Der schwere Atem auf der Treppe, der verstohlene Blick in die verspiegelte Scheibe … Probleme mit dem Körpergewicht führen nicht nur zu sinkenden Fitnesswerten, sondern belasten häufig auch unser Selbstbewusstsein. Und als wäre das nicht schon genug, steigt mit jedem erfolglosen Versuch, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen die Angst, dauerhaft die Gesundheit zu schädigen. Warum ist Abnehmen so schwierig? Alle, die es schon mal versucht haben wissen, dass Abnehmen der Inbegriff von leichter gesagt als getan. Schließlich bringt der beste Diät Tipp nichts, wenn wir uns nicht daran halten. Aber wer hat schon die Willenskraft, nie wieder Pizza zu essen? Über die erdrückende Informationsflut zu Diäten, haben wir sowieso längst den Überblick verloren. So schwört der eine auf "low-carb", die andere behauptet, dass "fettarm" essen Bauchfett zum Schmelzen bringt. Und die Vertreter*innen von Fasten-Protokollen verzichten zeitweise gleich komplett aufs Essen. Bitte nicht falsch verstehen. Diäten haben definitiv ihren Platz. Denn kurzfristig, solange wir noch motiviert sind und Willensstärke besitzen, purzeln bei vielen von ihnen die Pfunde. Nur sind diese "Flitterwochen" schnell vorbei und wenn wir dann nichts Neues finden, dass uns motiviert am Ball zu bleiben, wird es hart. Das Gewicht stagniert, die Restriktionen müssen nachgeschärft werden und … wir verfallen in unsere alten Muster zurück. Hallo, "JoJo-Effekt"! Wenn Willensstärke, Verzicht und Diäten also nicht nachhaltig zu einem gesunden Körpergewicht führen, was dann? Wie kann man gesund abnehmen? Oder vielleicht noch wichtiger: Wie kann ich gesund abnehmen ohne zu hungern oder auf alles zu verzichten? Pro-Tipp: Einen Boost für unsere Willenstärke stellt der sogenannte Hawthorne-Effekt dar. Dieser besagt, dass wir bessere Entscheidungen treffen, wenn wir wissen, dass uns jemand beobachtet. Mehr zum Hawthorne-Effekt und wie du ihn für dich nutzt, liest du in diesem Beitrag. Gesund Abnehmen: Wie die Problemdefinition zur Lösung beiträgt Sucht man nach Lösungen, ist es immer eine gute Idee, wenn man damit beginnt das Problem möglichst genau zu beschreiben. Denn das Problem enthält häufig Hinweise auf kreative, manchmal weniger offensichtliche Lösungswege. Eine Formulierung á la "Ich fühle mich zu dick" ist für diesen Zweck zu ungenau. Eine präzisere Problemdefinition ist z.B. "Ich möchte Gewicht verlieren, damit ich mich wieder wohl fühle, wenn ich die Treppe nehme, mich im Spiegel sehe, und an meine Gesundheit denke". So wird uns schnell klar, wo genau "es juckt" und wie eine Lösung aussehen kann. Denn ein reiner Gewichtsverlust führt nicht unbedingt zu mehr Leichtigkeit auf der Treppe. Wählen wir z. B. eine zu einseitige Diät als Mittel der Wahl, kann sich das in einem sinkenden Energieniveau ausdrücken. Das macht den Aufstieg dann vielleicht sogar noch beschwerlicher. Von den langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen eines Mangels an Mikronährstoffen gar nicht zu sprechen. Und auch unser Selbstbewusstsein profitiert nicht zwingend davon, wenn wir beim gemeinsamen Essen mit Freunden diätkonformen, aber unappetitlichen Gerichte rechtfertigen müssen. Das Beispiel der einseitigen Diät verdeutlicht, wie eine auf den ersten Blick passende Lösung am Ende die wahren Probleme, die uns am Herzen liegen, gar nicht löst, sondern im Zweifel sogar verschlimmert. Und diese Probleme sind real. Unser Körper wird nicht jünger. Schäden steckt er nicht mehr so einfach weg. Daher müssen wir ihn "richtig" behandeln, um unsere Chancen auf viele gesunde Jahre bis ins hohe Alter – engl. "health-span" – zu maximieren. Und besser heute als morgen damit beginnen, unsere Lebensstilentscheidungen in diesem Licht treffen. Das Mittel, mit dem wir abnehmen, ist deshalb ebenso wichtig wie ein gesundes Körpergewicht. Eine vollwertig pflanzliche Ernährung ist ein solches Mittel. Die wissenschaftliche Gemeinschaft und Ernährungsgesellschaften der Welt sind sich einig über die gesundheitlichen Vorteile eines Ernährungsmusters, in dessen Zentrum eine große Vielfalt möglichst unverarbeiteter Lebensmittel steht. Hier gelangst du zur "30-Pflanzen-pro-Woche-Challenge", einem spaßigen Weg für mehr Pflanzenvielfal. Ob auch dir ein solches Ernährungsmuster fast ohne Verzicht beim (vegan) Abnehmen helfen kann, findest du heraus, wenn du weiterliest. Wann genau wir abnehmen Damit wir Gewicht verlieren – definiert als "Körperfettanteil reduzieren", denn Muskelabbau darf nie das Ziel sein – müssen mehrere Lebensstilfaktoren zusammenspielen. Ernährung hat dabei den größten Einfluss. Aber sie wirkt am besten, wenn Schlaf, Stressmanagement und Alltagsbewegung (NEAT) als Basis stimmen. Was diese Faktoren im Einzelnen bewirken und wie du alle fünf Stellschrauben für nachhaltigen Fettabbau konkret nutzt, erklärt der große Fettabbau-Leitfaden ausführlich. Was eine vollwertig pflanzliche Ernährung in diesem Zusammenspiel so effektiv macht, ist die eigentliche Stärke der Plantbased Diet. Darum geht es ab hier. Beim Essen abnehmen – Wie es nicht geht Trotz teilweise anderer Aussagen auf Facebook oder in der Umkleide bei McFit: Wir brauchen weder Eiweißshakes aus der Literflasche hinunterstürzen, noch hysterisch davonlaufen, wenn uns abends jemand einen Keks anbietet. Wir müssen weder Kohlenhydrate noch Fett verschmähen, noch zwingend Protein "timen". Auch ohne diesen Fokus auf die Makronährstoffverteilung kann uns unsere Ernährung beim Abnehmen unterstützen. Dabei will ich nicht verschweigen, dass das subjektive – und anhand des Hungerhormon Ghrelin gemessene – Sättigungsgefühl der Teilnehmer in manchen Studien tatsächlich nach proteinreichen Mahlzeiten besser war. Eine Suchanfrage nach "proteinrich diet satiety" bei pubmed verdeutlicht dies. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass die meisten dieser Studien 2 und 3 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht als "proteinrich" definieren. Eine Menge, die bei einer unbedachten Durchnittsernährung mit viel Fleisch und Milchprodukten zu jeder Mahlzeit eher erreicht wird als bei einer Plantbased Diet mit vollwertigen Lebensmitteln. Natürlich kann auch eine Plantbased Diet diese Menge an Protein liefern. Mehr dazu liest du im Blogbeitrag für beste pflanzliche Eiweißquellen und proteinreiche vegane Rezepte und im Blogbeitrag zu gängigen Fehler bei der Proteinversorgung überwiegend vegan vollwertig essender Menschen. Ebenso gibt es Indizien dafür, dass Kohlenhydrate früher am Tag besser vom Körper verstoffwechselt werden, als am Abend. Doch genau wie die wahrgenommene Sättigung von Eiweiß, ist auch der Einfluss dieser Beobachtungen nicht mehr als ein "Sahnehäubchen", dass nur dann seine Wirkung entfalten kann, wenn das Ernährungsmuster in seiner Gesamtheit bereits ein gesundes Körpergewicht fördert. Anders ausgedrückt müssen immer erst die wichtigen 95 % – Kalorienzufuhr, Lebensmittelqualität, andere Lebensstilfaktoren – weitestgehend umgesetzt sein, damit Beobachtungen wie diese ins Gewicht fallen. Dann aber kann es sich auch mal lohnen, wenn wir für uns selbst auszuprobieren, ob uns Mahlzeiten mit höherem Proteinanteil subjektiv besser sättigen. Pflanzliche Eiweißquellen, wie Tofu, Tempeh*, Reis-, Erbsen- und Hanfprotein sind dafür gut geeignet und vermeiden dabei die Schädigung des Planeten, die mit der Produktion tierischer Proteine verbunden ist. Pro-Tipp: Hast du immer Hunger, auch wenn du gerade gegessen hast? Im Blogbeitrag "Emotionales Essen" lernst du, biologischen Hunger von emotionalem Hunger zu unterscheiden. So wird dein Ernährungsmuster zum "Abnehm-Hebel" Uns allen dürfte das Gesetz der Thermodynamik bekannt sein. Sogar dann, wenn wir den Begriff gerade zum ersten Mal lesen. Einfach ausgedrückt besagt es, dass sich Energie nicht in Luft auflösen kann. Sie muss immer irgendwo hin. Logisch, oder? Dieses Gesetz kommt auch beim Essen zur Anwendung. Wir nehmen Energie in Form von Kalorien auf, die unser Körper dann nutzt, um Funktionen wie beispielsweise die Atmung aufrecht zu halten. Auch unsere Muskeln nutzen diese Energie. Aber nicht nur beim Sport, sondern ebenso, wenn wir mit unseren Kindern spielen, putzen, spazieren gehen … Nehmen wir nun mehr Energie als benötigt auf, speichert unser Körper diese. Denn, wir erinnern uns: Energie kann sich nicht in Luft auflösen. Diese Energiespeicher sind unsere "Fettpolster". Deshalb ist eine negative Energiebilanz – wenn wir mehr Energie verbrennen, als wir über unsere Mahlzeiten nachfüllen – die Voraussetzung, um abzunehmen. Stark vereinfacht gleicht der Körper dann dieses Defizit mit der auf unseren Hüften gespeicherten Energie aus. Die Grundvoraussetzung einer wirksamen Diät ist somit, dass die Kalorienzufuhr unterhalb des Kalorienverbrauchs liegt. Macht es einen Unterschied, worauf wir verzichten? Auch bei Diäten, die auf einer stark reduzierten Aufnahme eines bestimmten Makronährstoffs basieren, gilt dieses universelle Prinzip. Nehmen wir zum Beispiel die "Keto-Diät", bei der extrem wenig Kohlenhydrate und viel Fett konsumiert werden. Es ist wichtig zu beachten, dass ein Gewichtsverlust auch bei dieser Diät nicht auf irgendeine magische Stoffwechselbahn zurückzuführen ist, die durch das Fett in Lebensmitteln aktiviert wird. Gründe dafür, warum die Lebensmittel, die bei vielen Keto-Diät-Haltenden die Mehrheit der Dinge auf dem Teller ausmachen, generell eher selten konsumiert werden sollten, findest du überall hier im Blog. An dieser Stelle nur so viel: Das Vollkorngetreide, die Hülsenfrüchte und das vollwertige Obst und Gemüse, welche bei diesem Ernährungsstil gemieden werden, treten in Studie nach Studie als Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils in Erscheinung. Diese nährstoffreichen Kohlenhydratquellen – insofern weitestgehend unverarbeitet, sprich ihre zelluläre Struktur intakt – hindern auch nicht am Abnehmen. Ideale Quellen sind eine breite Vielfalt an Obst und Gemüse, Vollkornprodukte – für Personen, die kein Weizen vertragen Pseudogetreide – und Hülsenfrüchte, deren Verträglichkeit durch eine langsame, aber stetige Erhöhung der zugeführten Menge verbessert werden kann. Pro-Tipp: Wie aus Vollkorn und Hülsenfrüchten eine gesundes Abendbrot zum Abnehmen werden kann, liest du in diesem Blogbeitrag. Am Ende des Tages basiert der Erfolg der Keto-Diät, wie jeder anderen Diät, auf dem Grundprinzip, weniger Kalorien zu konsumieren, als man verbrennt. Das Gesetz der Thermodynamik interessiert sich nicht dafür, ob wir für diesen Zweck Fett oder Kohlenhydrate aufgeben. Pro-Tipp: Auch wenn dir low-carb" leicht fällt und deine bevorzugte Methode zum Abnehmen ist sollten nicht-stärkehaltige Gemüsesorten (Brokkoli, Salat usw.) Teil deines Ernährungsmusters bleiben. Diese Lebensmittel helfen dir dabei, fit auszusehen und fit zu sein! Sie sind ohnehin kalorienarm und ihr Einfluss auf deine Energiebilanz ist dementsprechend gering (auch wenn sie Kohlenhydrate enthalten). Dennoch möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen, dass ein Reduzieren der Kohlenhydrataufnahme vielen Personen bei der Gewichtsreduktion hilft. Abnehmen ohne Verzicht: aktiver Lebensstil und ausgewogene Ernährung lassen Platz für Treats. Es ist nur nicht der optimale Ansatz für jeden und jede. Bei Personen, die intensiven und regelmäßigen Sport treiben oder unter hohem Stress stehen, kann im Gegenteil eine Erhöhung ihrer Kohlenhydrataufnahme die Gewichtsabnahme erleichtert. Außerdem kann es für Personen, die einen Gewichtsverlustplateau erreichen, manchmal hilfreich sein, den Anteil gesunder Kohlenhydratquellen zu erhöhen und gleichzeitig den Fettgehalt zu reduzieren, um diese Hürde zu überwinden. Willensstärke und Verzicht Trotzdem halten manche Menschen bestimmte Diäten besser durch als andere. Am einfachsten lässt sich das nicht etwa mit Willensstärke, sondern mit dem persönlichen Geschmack erklären. Denn, zwar ist jede Diät erstmal ein Verzicht, wie schwer uns dieser fällt hängt aber stark davon ab, welche Lebensmittel wir generell bevorzugen. Das bedeutet: Auch wenn wir zwar logisch die Gesamtheit der wissenschaftlichen Datenlage begreifen, die darauf hindeutet, dass uns jedes weitere Gramm unseres geliebten Specks etwas kränker macht, fühlen wir uns dennoch von der Idee magisch angezogen, mit einer "Diät" die Speck und ähnliche Lebensmittel betont, abzunehmen. Die Aussicht darauf, die Dinge weiterhin essen zu können, die uns überhaupt erst in diese Situation gebracht haben, ist einfach zu verlockend. Dafür nehmen wir sogar in Kauf, Kalorien zu zählen und ganze Lebensmittelgruppen dauerhaft aus unserer Welt zu verbannen. Und natürlich finden sich Fürsprecher, selbst für die unsinnigsten aller Ernährungsweisen. So findet sich, wenn man lang genug sucht, sicher auch jemand, der mit einer "Bananenmilch-Diät" Gewicht verloren hat und sich besser fühlt als je zuvor. Das ist auch kein Wunder, zieht man einmal in Betracht, welche Lebensmittel bei den meisten Diäten tabu sind. Das übliche Junk-Food aus Supermärkten und Schnellrestaurants ist nämlich weder "low-carb", noch "low-fat", noch passt es zur "Bananenmilch-Diät". Vermeiden wir diese hochverarbeiteten Produkte, ihre raffinierten Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehl, …) und ihre gesättigten Fette, dann verbessert das umgehend die Qualität einer jeden Ernährung. Warum das der gemeinsame Nenner hinter fast allen Diäten ist und warum es trotzdem nicht für nachhaltigen Fettabbau reicht, erklärt der Fettabbau-Leitfaden. An dieser Stelle geht es bereits um den nächsten Schritt: Warum die Plantbased Diet als Ernährungsform besser geeignet ist als jede Diät. Die Alternative: Abnehmen ohne Verzicht mit einer intuitiven Plantbased Diet Wir wissen jetzt, wie wir Fett abbauen. Wir kennen die Schwierigkeiten einseitiger Diäten. Außerdem ist uns klar, dass die Qualität unserer Ernährung ebenso wichtig ist wie ihre Auswirkungen aufs Gewicht. Betrachten wir nun eine alternative Herangehensweise zur klassischen Diät, die aber ebenfalls zu einem gesunden Körpergewicht führen kann: "Dein eigenes, vorwiegend vollwertig pflanzliches Ernährungsmuster!" Eine Plantbased Diet (vollwertig pflanzliche Ernährung) beeinträchtigt Vielfalt und Genuss nicht, sondern betont diese sogar. Während die Pfunde schmelzen. Dieser Zungenbrecher unterscheidet in sich erheblich von der zeitweisen Intervention einer Diät. Da dein neuer Lebensstil zu dir passt, nimmst du ihn auch nicht als restriktiv wahr. Du bist nichtmehr von Willenskraft abhängig, um durchzuhalten, sondern liebst es einfach, ihn zu leben. Und positive "Nebenwirkungen" auf Gesundheit und Stimmung sorgen dafür, dass das auch so bleibt. Lebensmittelqualität statt Makronährstoffverteilung Im Zentrum der Plant Based Diet steht die Lebensmittelqualität. Fette, Kohlenhydrate und Proteine in ihrer vollwertigen Form haben alle einen Platz, anders als bei Diäten, die sich darauf konzentrieren, einen Makronährstoff möglichst auszusparen. Denn alle Makronährstoffe sind wichtig und weder Kohlenhydrate noch Fett sind der Teufel. Beziehen wir sie aus vollwertigen Lebensmitteln, dann können sowohl (mehrfach) ungesättigte Fette als auch komplexe (unverarbeitete) Kohlenhydrate beim Abnehmen helfen. Denn es sind die verarbeiteten Kohlenhydrate und gesättigten Fettsäuren, die (zurecht) mit Krankheit und Übergewicht in Verbindung stehen. Deswegen wirkt die Hinzunahme von mehr vollwertig pflanzlichen Lebensmittel durch einen Fokus auf bessere Lebensmittelqualität auch zweigleisig: Diese Lebensmittel fördern direkt ein gesundes Körpergewicht. Noch viel wichtiger ist aber, was sie von unserem Teller verdrängen. Das ist nämlich meist Junk Food, entwickelt in Lebensmittellaboren und so "designt", dass wir erst mit dem Essen aufhören können, wenn die Packung leer ist. Da ein vorwiegend vollwertig pflanzliches Ernährungsmuster keinen Makronährstoff, sondern nur dessen jeweilige Junk-Versionen ausschließt, müssen wir auch auf nichts verzichten. So ist zum Beispiel Pasta in der Vollkornvariante* mit einer leckeren Tomatensoße voll im Rahmen. Erkennst du schon, warum es leicht ist, dieses Ernährungsmuster durchzuhalten? Sobald sich unsere Nahrungsmittelauswahl mehr in eine gesunde Richtung verschiebt, in der unser Körper bekommt, was er braucht, steigt unser Energielevel. Ein gesunder Lebensstil lässt uns aktiver werden, was wiederum unseren Kalorienverbrauch erhöht. Weiter oben haben wir bereits erfahren, dass vollwertig pflanzliche Lebensmittel ein gesundes Körpergewicht aktiv fördern können. Das liegt auch an ihrer Zusammensetzung. Sie enthalten in der Regel viel Wasser, das uns füllt ohne Kalorien zu liefern. Außerdem liefern Pflanzen Ballaststoffe, eine Gruppe von Kohlenhydraten – nicht erschrecken! – die wahre Abnehm-Wunder vollbringt. Denn Ballaststoffe haben nur einen sehr niedrigen bis gar keinen Brennwert (Energiegehalt). Mit steigendem Ballaststoffanteil sinkt somit die Energiedichte eines Lebensmittels. Oder anders ausgedrückt: Ballaststoffe verdrängen Kalorien aus unserer Nahrung, landen aber trotzdem in unserem Bauch und lösen Sättigung aus. In einer Breakthrough-Session findest du heraus, wie deine individuelle vollwertig pflanzliche Ernährung aussehen kann. Ballaststoffe sind auch der Grund dafür, dass ein Blatt seine Struktur behält oder ein Grashalm dem Wind standhält. Deshalb müssen wir den Apfel richtig kauen statt ihn schnell "hinunterzuwürgen". Der zweite Pluspunkt für Ballaststoffe: Sie zwingen uns, gut zu kauen. Wir essen langsamer und sind schneller satt. Dein eigenes Ernährungsmuster finden Siehst du dich in Gedanken schon an Blättern und Grashalmen kauen? Ich versichere dir, dazu wird es nicht kommen. Es sei denn du möchtest es … Denn worum es wirklich geht, ist ein Ernährungsmuster zu finden, das zwar die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Vorteilen eines pflanzenbetonten Ernährungsstils berücksichtigt, aber dennoch zu dir und deinen Zielen passt. Das ist dein eigenes vorwiegend vollwertig pflanzliches Ernährungsmuster. Und so gehts: Wir wissen nun, dass Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte in Verbindung mit einem gesunden Körpergewicht stehen – kein Wunder, bei diesen Ballaststoffbomben. Wie kannst du also Menge und Varianz dieser Lebensmittelgruppen auf deinem Teller erhöhen? Starte damit, die Lebensmittel aus diesen Gruppen zu identifizieren, die du bereits heute isst, die dir schmecken und die du gut verträgst (Brot, Hummus, Reis, …) Bewege dich bei diesen Lebensmittel langsam von verarbeitet auf einem Spektrum mehr in Richtung weniger verarbeitet (Naturreis statt weißer Reis, Vollkornbrot statt Weißbrot, …) Experimentiere damit, einzelne Lebensmittel gelegentlich durch andere vollwertige Vertreter derselben Gruppe zu ersetzen (Quinoa statt weißer Reis, Linsen statt Kichererbsen, …) Koche deine nicht-vollwertigen Lieblingsgerichte in vollwertig pflanzlicher Form nach (Veggieburger mit Linsen-Reis-Patty und Vollkorn-Bun statt Big Mac) Auf diese Weise baust du langsam aber sicher deine Ernährung um. Bis du irgendwann feststellst, wie du die meiste Zeit über – 80-90 % ist das Ziel – leckere und gesunde Gerichte isst, die dich satt machen und beim Abnehmen unterstützen. Deine Nahrungsmittelauswahl ist dann per Definition eine, die deinen Körper unterstützt und mit allem versorgt, was er braucht. Und das Beste: Gelegentliche und bewusste Ausnahmen fallen jetzt kaum mehr ins Gewicht. Pro-Tipp: Vollwertig pflanzliche Lebensmittel sind einfach und schnell zuzubereiten. Und sie sind günstig. Das kompensiert anfängliche Investitionen in Utensilien und Informationen–oder ein Coaching–schnell. Worauf wartest du? Du siehst, um abzunehmen – sprich Körperfett zu verlieren – braucht es weder "low-carb" noch fettarm. Worauf es wirklich ankommt, ist "low-crap". Minimierst du Junk Food für deine vollwertig pflanzliche Ernährung, wirst du (vegan) abnehmen und deine Ernährung nie dagewesen Vielfalt erfahren. Verzicht gehört der Vergangenheit an und durchhalten ist kein Thema mehr. Nicht zuletzt, da du dich aus der Sicherheit deiner vorwiegend vollwertig pflanzlichen Ernährung heraus, bewusst für Ausnahmen – 10-20 % der Gesamtkalorien – entscheiden kannst. Weinchen am Abend? Aber sicher! Popcorn im Kino? Immer her damit! Und beim Treffen mit den Arbeitskolleg*innen ist auch mal deine Lieblingspizza vom Italiener drin. Glaub mir. Nichts erleichtert so sehr, wie wenn men sich endlich ohne Einschränkungen, Sorgen und schlechtes Gewissen intuitiv ernähren kann – außer das Schmelzen der Fettpölsterchen natürlich ... Fandest du diesen Artikel hilfreich? Dann teile ihn doch mit jemandem, dem diese Informationen ebenfalls helfen können. Man wird es dir danken – versprochen! Außerdem freue ich mich, wenn du mich wissen lässt, was besonders hilfreich für dich war und was du für dich mitnehmen kannst. Und auch Anregungen und Kritik darfst du mich gerne wissen lassen. Gleich hier in den Kommentaren oder werde Teil unserer Instagram-Community. Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. 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- Histaminintoleranz: Symptome, Diagnose & Therapie – Endlich Hilfe bei lästigen Beschwerden
Dieser Beitrag beantwortet die Fragen: Was ist Histamin? Was ist Histaminintoleranz? Woran erkenne ich, ob ich an einer Histaminintoleranz leide? Was kann ich unternehmen, wenn ich an einer Histaminintoleranz leide? Am Ende des Beitrags findest du außerdem eine Liste histaminreicher Lebensmittel und histaminarmer Lebensmittel. Und wenn du keine Zeit hast soviel zu lesen, sind hier die wichtigsten Punkte des Beitrags im tl;dr: tl;dr Histaminintoleranz Histamin erfüllt viele wichtige Funktionen im Körper, darunter die Abwehr von Infekten Die Histaminintoleranz muss von einer Allergie und einer Histaminintoxikation unterscheiden werden Symptome einer Histaminintoleranz können den ganzen Körper betreffen: Kopfschmerzen, Herzrasen, Hautveränderungen, Kurzatmigkeit, Beeinträchtigungen des Verdauungstrakts und bei Frauen Beeinträchtigungen der Menstruation Zur Diagnose wird überprüft, ob eine bestmögliche Elimination histaminreicher Lebensmittel aus der Ernährung mit einer Verbesserung der Symptome einhergeht Zur Therapie erfolgt eine temporäre Elimination histaminreicher Lebensmittel aus der Ernährung mit dem Ziel der Heilung der Symptome des Verdauungstrakts und anschließend die systematische Wiedereinführung dieser Lebensmittel Ein Ernährungscoaching kann dich auf dem Weg zu einer gesundheitsförderlichen Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm, gesunden Darmzellen und bei der Integration einer DAO-Quelle in dein Ernährungsmuster (gekeimte Erbsen) unterstützen und dir somit helfen, deine Histaminintoleranz in den Griff zu bekommen Was ist Histamin? Die Chemikalie Histamin dient im menschlichen Körper als Signalstoff und ist so an einer Reihe von Funktionen beteiligt. Produziert wird dieses Histamin von unseren Immunzellen. Zu den Körperfunktionen, die Histamin begleitet, gehören unter anderem die Stimulation von Muskeln, z. B. beim Atmen in der Lunge oder bei der Produktion von Magensäure. Darüber hinaus stimuliert Histamin die Erhöhung der Östrogenproduktion im weiblichen Körper, signalisiert Entspannung von Blutgefäßen und spielt eine Rolle bei der männlichen Erektion. Über all dem steht jedoch Histamins Rolle im Immunsystem, wo es die Mechanismen auslöst, um Eindringlinge abzuwehren. Histamin ist also nicht per se schlecht. Kritisch wird es allerdings, wenn der Histaminspiegel aus der Balance gerät. Die Rolle von Histamin bei Allergien Histamins Rolle verlangt, dass es aktiv wird, um Infektionen abzuwehren. Schlägt es auch bei anderen, harmlosen Substanzen an, wie z. B. Pollen, spricht man von einer allergischen Reaktion. Heuschnupfen ist der klassische Vertreter. Solchen Reaktionen begegnet man mit Antihistaminika. Diese Gruppe von Medikamenten blockiert die Histaminrezeptoren, sodass kein Histamin mehr andocken kann und die Abwehrreaktion ausbleibt. Was ist Histaminintoleranz? Histaminintoleranz ist keine Allergie. Lebensmittelintoleranzen sind erworbene oder angeborene Überempfindlichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsbestandteilen. In diesem Fall eine Intoleranz gegenüber Nahrungshistamin. Um zu verstehen, welche Lebensmittel die Symptome der Histaminintoleranz auslösen, müssen wir uns an den Anfang des Lebenszyklus unserer Nahrung begeben: Frische Lebensmittel sind alle relativ histaminarm. Stattdessen enthalten sie eine Aminosäure mit dem Namen Histidin – Aminosäuren sind die Bestandteile, aus denen Proteine bestehen. Im Zuge von Reifung, Fermentation und Verfall entsteht aus Histidin dann Histamin. Diesen Schritt ermöglichen bestimmte Bakterienspezies, die das für die Umwandlung erforderliche Enzym – L-Histidindecarboxylase – zur Verfügung stellen. Überall in unserer (Lebensmittel-) Umwelt entsteht also die ganze Zeit Histamin aus Histidin. Damit dieser alltägliche Prozess nicht unser körpereigenes Histamin stört, welches für seine Funktion als Signalstoff auf eine feine Balance angewiesen ist, hat uns die Evolution mit einem Schutzmechanismus ausgestattet: Das Enzym DAO – Diaminoxidase – mit Sitz im Dünndarm. Um zu verhindern, dass Histamin aus der Nahrung die Darmzellen überwindet und in den Blutkreislauf gelangen kann, attackiert dieses Enzym Histamin aus dem Speisebrei und neutralisiert es. Wodurch entsteht Histaminintoleranz? Ist dieses DAO nun in seiner Funktion eingeschränkt, steigt die Menge von Histamin im Darm und damit auch die Gefahr für das Entstehen einer Histaminintoleranz. Eine Störung in der DAO-Funktionalität kann angeboren sein. Oder durch Medikamente, Alkoholkonsum, bestimmte Lebensmittel oder Erkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn oder Reizdarmsyndrom verursacht werden. Aber auch die Gesundheit der Darmzellen scheint eine Rolle beim Auftreten von Histaminintoleranz zu spielen. Schließlich muss das Histamin im Speisebrei, selbst wenn es nicht ordnungsgemäß abgebaut wurde, immer noch die Darmzellen überwinden, bevor es ins Körperinnere gelangt, wo es Schaden anrichtet. Veränderungen des Mikrobioms im Darm – ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der dort heimischen Bakterienstämme, auch bekannt als Dysbiose – kann dazu führen, dass sich die Darmzellen entzünden. In der Folgen wird die Barriere "durchlässig" und Histamin aus dem Darm gelangt einfacher in den Blutkreislauf. Und letztlich kann auch Stress zu den Symptomen einer Histaminintoleranz beitragen. Schließlich aktiviert Stress die Mastzellen des Immunsystems, die selbst Histamin produzieren und ausschütten. Insgesamt ist die Forschung zur Histaminintoleranz noch recht jung. Im Laufe der letzten Jahre hat sie jedoch an Fahrt aufgenommen. Es wird angenommen, dass 1 - 3 % der Weltbevölkerung an einer Histaminintoleranz leiden. Hauptbetroffene sind Frauen mittleren Alters. Gut zu wissen: Histaminvergiftung (Histaminintoxikation) Während es sich bei der Histaminintoleranz um einen chronische Reaktion auf bestimmte Lebensmittel handelt, ist eine Histaminintoxikation eine akute Lebensmittelvergiftung. Auch gesunde Personen können betroffen sein, wenn sie Lebensmittel mit einem extrem hohen Histamingehalt – meistens verdorbenen Fisch – verzehren. Die enorme Menge Histamin in einem verdorbenen Lebensmittel überwältigt den Schutzmechanismus im Dünndarm – das Enzym DAO, s.o. – und eine massive Menge Histamin gelangt in den Blutkreislauf. Die Symptome setzen eine halbe Stunde nach der Mahlzeit ein. Zu ihnen zählen Rötung der Haut, Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, ein Brennen im Mund, niedriger Blutdruck und starkes Herzklopfen. Nach rund zwölf Stunden ist eine Histaminvergiftung überstanden. Was sind die Symptome einer Histaminintoleranz? Nun zur Frage: "Wie äußert sich Histaminunverträglichkeit?" Die häufigsten Symptome einer Histaminintoleranz sind Blähungen und ein ständiges Gefühl des "Aufgeblähtseins" – engl. "bloated". Doch kann es auch überall sonst im Körper zu Beschwerden kommen. So zählen z. B. auch Hautveränderungen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Tinitus und schmerzhafte Perioden bei Frauen zu den Symptomen einer Histaminintoleranz. Diese Diversität an Symptomen verlangt für die Diagnose Histaminintoleranz als zugrunde liegende Ursache einen ganzheitlichen Ansatz der medizinischen Fachkraft. Wird die zugrunde liegende Ursache der Beschwerden dagegen übersehen, ist eine effektive Behandlung der einzelnen Symptome kaum möglich. Wie wird Histaminintoleranz diagnostiziert? Da sich eine Histaminintoleranz weder im Blut noch im Stuhl nachweisen lässt, müssen sich die meisten Patient*innen zur Diagnose einer Eliminationsdiät von zwei bis vier Wochen unterziehen. Verbessern sich nach dieser temporären, histaminarmen Ernährung mindestens zwei der für die Histaminintoleranz charakteristischen Symptome, gilt die Diagnose als bestätigt. Mit dem Provokationstest existiert eine weitere Möglichkeit zur Diagnose von Histaminintoleranz. Für diesen Test bekommen die Patient*innen Histamin in Form von Tabletten, Kapseln oder einer Lösung verabreicht, wobei die Menge schrittweise erhöht wird. Ziel ist es festzustellen, bei welcher Dosierung die Symptome der Histaminintoleranz auftreten. Der Provokationstest ist zwar genauer, muss aber ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Wo hingegen die Eliminationsdiät einfach zu Hause durchgeführt werden kann, weshalb sie weitaus häufiger zum Einsatz kommt. Ein Histaminintoleranz Test aus der Apotheke misst dagegen den DAO Wert im Blut. Zeigt dieser eine geringe Konzentration des Enzyms ist das ein Hinweis auf eine Histaminintoleranz, allerdings noch keine Diagnose. In jedem Fall solltest du eine medizinische Fachkraft aufsuchen. Pro-Tipp: Im Blog "Pflanzlich Gesund" findest du einen wissenschaftlich fundierten Artikel darüber, warum sich die Diagnose einer Histaminintoleranz so kompliziert gestaltet. Ernährung bei Histaminintoleranz/Therapiemöglichkeiten Ist die Histaminintoleranz als zugrundeliegende Ursache diagnostiziert, kann nun unter Berücksichtigung des individuellen Verlaufs nach Behandlungswegen für die Symptome gesucht werden. Die Behandlung besteht dann in den meisten Fällen aus einer – temporär – angepassten Ernährung, möglicherweise unter der Zuhilfenahme von Enzympräparaten. Wichtig ist zu verstehen, dass es keine vollständig histaminfreie Diät gibt. Alle Lebensmittel enthalten in gewissem Maße Histamin. Fisch, aber auch Tomaten zählen zu den histaminreichen Lebensmitteln. Falls du dich an dieser Stelle fragen solltest, ob Menschen mit Histaminintoleranz also nie wieder ihre liebsten histaminreichen Speisen und Lebensmittel essen dürfen, kannst du beruhigt sein. Ziel der vorübergehenden Eliminationsdiät ist es lediglich, dass durch den Verzicht auf histaminreiche Lebensmittel die Beschwerden nachlassen und der Darm heilen kann. Nach Ablauf dieser Zeit werden die Lebensmittel dann wieder eingeführt. Dabei sollte man nur langsam die Portionsgröße erhöhen, Lebensmittel für Lebensmittel, um möglichst genau herauszufinden, ab welcher Grenze das Histamin aus der Nahrung anfängt Probleme zu bereiten. Menschen mit Histaminintoleranz dürfen also die Hoffnung haben, dass sie wieder histaminreichere Lebensmittel essen können, auch wenn ihre Grenzen dabei immer etwas tiefer liegen werden als bei allen anderen. Zur Lebensmittelauswahl für die Phasen der Elimination und langsamen Wiedereinführung gibt es am Ende des Beitrags eine ausführliche Liste "Histaminintoleranz Lebensmittel". Hier nur so viel: Obst und Gemüse muss nicht generell gemieden werden: zu möglichst erntefrischen Lebensmitteln greifen und diese im Kühlschrank oder noch besser im Tiefkühler lagern, um die Histaminproduktion zu verlangsamen Folgende Ausnahmen sind immer histaminreich, selbst wenn sie frisch sind: Ananas, Auberginen, Avocados, Bananen, Erdbeeren, Kiwis, Papayas, Pilze, Spinat, Tomaten, Zitrusfrüchte, Zwetschgen Durch warme Temperaturen, also beim Braten, Grillen und Kochen bei hoher Hitze erhöht sich der Histaminspiegel Histamin wird von Mikroorganismen produziert und darum enthalten fermentierte Lebensmittel besonders viel Histamin: Alkohol, Essig, Kimchi, Kombucha, Sauerkraut und sogar Schokolade Auch einige der im Rahmen einer abwechslungsreichen Plantbased Diet empfohlenen Lebensmittel tauchen hier auf. Darum ist es wichtig zu verstehen, dass auch grundsätzlich gesunde Lebensmittel wie Sauerkraut und Kimchi Symptome auslösen können, ist man nicht vollkommen geheilt. Wenn die Gesundheit der Darmbarriere – genauer gesagt der Epithelzellen – dann aber wiederhergestellt ist und das mit Lebensmitteln in den Darm gelangende Histamin dort gehalten werden kann, ohne dass es direkt ins Blut strömt, können auch diese Lebensmittel wieder einen Beitrag zu einem gesunden Organismus leisten. Wenn du gerne von so einer Aufwärtsspirale profitieren möchtest, aber nicht weißt wie, können wir gerne bei einer kostenlosen Breakthrough-Session darüber sprechen. Du kannst deinen Erfahrungen mit Histaminintoleranz teilen und wir können gemeinsam deine nächsten Schritte definieren. Hier gelangst du zur Anmeldung. Pro-Tipp: "Wie kann ich Stress bewältigen, um seine Auswirkungen auf die Symptome meiner Histaminintoleranz zu reduzieren?" Das Angebot ist vielfältig. Eine Meditationspraxis, entspannte Yogaklassen, beruhigende Atemtechniken, aber auch Sport, genügend Schlaf und eine Therapie können helfen, ebenso wie sich in einer kreativen oder handwerklichen Aktivität zu verlieren. Welche Supplemente helfen bei Histaminintoleranz? DAO-Supplemente, eingenommen zur Mahlzeit, sollen es Menschen mit Histaminintoleranz ermöglichen, histaminreiche Lebensmittel zu essen. Die Studienlage zu ihrer Wirksamkeit ist aktuell noch recht dünn und zudem sind DAO-Supplemente teuer. Gekeimte Erbsen: Ein echter Histaminintoleranz Geheimtipp! Da diese außerdem aus den Nieren von Schweinen gewonnen werden, sind sie für viele Personengruppen ohnehin keine geeignete Lösung Eine günstige und vegane Alternative und ein echter "Histaminintoleranz Geheimtipp" sind gekeimte Hülsenfrüchte, z. B. gekeimte Erbsen, die sogar mehr DAO enthalten als Schweinenieren. Gut zu wissen: Welche Medikamente bei Histaminintoleranz meiden? Wirkstoffe in Medikamenten können die Aktivität des histaminabbauenden Enzyms DAO beeinträchtigen, selbst Histamin enthalten sowie die körpereigene Histaminfreisetzung hemmen oder steigern. Zu diesen zählen entzündungshemmende Schmerzmittel, bestimmte schleimlösende und schmerzstillende Medikamente und andere. Eine umfassendere Liste findest du z. B. hier. Wenn du an den Symptomen einer Histaminintoleranz leidest und du Medikamente einnimmst, solltest du das unbedingt bei deiner behandelnden medizinischen Fachkraft ansprechen. Histaminintoleranz Lebensmittel Liste – das "Histaminarme Lebensmittel PDF" findest du im DOWNLOAD-PORTAL – Histaminreiche Lebensmittel Histaminarme Lebensmittel Aubergine, Pilze, Spinat, Tomaten, Gemüsekonserven und eingelegtes Gemüse Artischocken, Blumenkohl, Fenchel, Kartoffeln, Kürbis, Lauch, Möhren, Pak Choi, Paprika, Pastinaken, Radieschen, Rosenkohl, Sellerie, Spargel, Weißkohl Ananas, Avocados, Bananen, Erdbeeren, Kiwi, Papayas, Zitrusfrüchte, Zwetschgen Apfel, Aprikose, Blaubeeren, Brombeeren, Cherrytomaten, Cranberries, Feigen, Granatapfel, Honigmelone, Kirschen, Mango, Pfirsich, Pflaumen, Wassermelone Trockenfrüchte (Pflaumen), Nüsse (Walnuss, Cashew) Marmelade aus o.g. Früchten;Chiasamen, frische Kokosnuss, Hanfsamen, Haselnüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Mandeln, Maronen, Pekannüsse, Pinienkerne, Paranüsse, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne Kimchi, Sauerkraut, Joghurt, Kefir, Kombucha, fermentierte Sojaprodukte (Miso, Tempeh, Tamari), Schokolade Kichererbsen, Linsen, Sojabohnen aus der Dose Getrocknete Bohnen, Kichererbsen, Linsen im Druckkochtopf zubereitet; gekeimte Erbsen, Bohnen, Linsen Brot, Cerealien, Pasta; Amaranth, Buchweizen, Hafer, Hirse, Reis, Quinoa, Tapioka Gereifte Käsesorten (Räucherkäse, Reibekäse) Eier (frische, gekochte Eier) Fisch und Meeresfrüchte frisch oder frisch eingefroren: Forelle, Heilbutt, Kabeljau/Seelachs Wurstwaren (Schinken, Salami, Wiener, Chorizo, Suçuk) frisch oder frisch eingefroren: unverarbeitetes Fleisch Diverse Gewürze frische Kräuter, Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel Alkohol (Wein, Bier), Energydrinks, Essig, industrieller Fruchtsaft, Kaffee, Milch, Pflanzendrink auf Nussbasis, Tee (grün, schwarz) Aufgewärmte Reste Darf ich dich noch um etwas bitten, bevor du gehst? 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- Supplemente zum Abnehmen: Was wirklich wirkt – und was du dir sparen kannst
tl;dr – Welche Supplemente zum Abnehmen wirklich sinnvoll sind: Die meisten Supplements zum Abnehmen zeigen in hochwertigen Studien kaum messbare Wirkung, trotz ihrer großen Versprechungen Drei Lebensmittelgruppen zeigen echte Wirkung auf Sättigung und Blutzucker: Hülsenfrüchte, Leinsamen und wasserhaltiges Gemüse Sind Diät-Supplements sinnvoll? Nur wenn du weißt, welche (dieser Artikel erklärt den Unterschied) Der sogenannte Second Meal Effect von Hülsenfrüchten ist einer der unterschätztesten Mechanismen in der Ernährungsforschung Lebensmittel mit hohem Sättigungsindex schlagen viele teure Nahrungsergänzungsmittel klar Was "Supplemente zum Abnehmen" wirklich sind – und was nicht Tippe "die besten Supplements zum Abnehmen" in eine Suchmaschine und du bekommst Hunderte Produkte, die versprechen, deinen Stoffwechsel anzukurbeln, Fett zu verbrennen und Hunger zu unterdrücken. Die Realität sieht nüchterner aus. Die meisten dieser Produkte enthalten Koffein, Grüntee-Extrakt, Glucomannan oder eine Mischung aus pflanzlichen Wirkstoffen. Einige zeigen in Studien statistisch signifikante, aber klinisch kaum relevante Effekte, im Bereich von wenigen Hundert Gramm Gewichtsunterschied über Monate. Kein einziges frei verkäufliches "Fatburner"-Präparat kommt auch nur annähernd an die Wirkung heran, die durch konsequente Lebensstilveränderungen möglich ist. Das heißt nicht, dass alle Supplemente zum Abnehmen wertlos sind. Aber der Begriff "Supplement" lässt sich auch kreativer auslegen und auf Lebensmittel anwenden, die deinen Körper gezielt bei der Appetitregulation unterstützen. (Wissenschaftlich belegt!). Die drei Lebensmittelgruppen mit echter Evidenz 1. Hülsenfrüchte zum Abnehmen – und ihr zweites Geheimnis Linsen, Kichererbsen, schwarze Bohnen, weiße Bohnen, Erbsen. Das sind Beispiele für die am meisten unterschätzten Lebensmittel in der Gewichtsregulation. Nicht wegen ihrer Nährstoffe allein, sondern wegen eines Mechanismus, den die Forschung als Second Meal Effect (Folgemahl-Effekt) bezeichnet. Warum Hülsenfrüchte so gut zum Abnehmen geeignet sind, hat weniger mit Kalorien zu tun als mit dem, was sie (mehrere Stunden nach der Mahlzeit) in deinem Körper auslösen. Denn eine Portion Hülsenfrüchte zu einer Mahlzeit stabilisiert nicht nur den Blutzucker nach dieser Mahlzeit, sondern verlangsamt die Blutzuckerantwort auch noch bei der nächsten Mahlzeit, mehrere Stunden später. Wer abends Linsen isst, hat morgen früh einen günstigeren Glukosespiegel nach dem Frühstück. Dieser Effekt wurde in einer wegweisenden Übersichtsarbeit von Higgins (2012) umfassend dokumentiert und auf fermentierbare, unverdauliche Kohlenhydrate zurückgeführt, die im Dickdarm kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) produzieren, welche dann die Insulinsensitivität der nächsten Mahlzeit beeinflussen. Und noch direkter: Mollard et al. (2011) untersuchten in einem RCT explizit den Second Meal Effect von Hülsenfrüchten auf Blutzucker und Appetit 2 Stunden nach dem Verzehr. Das Ergebnis: alle getesteten Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Bohnen) führten zu signifikant geringerer Kalorienaufnahme bei der Folgemahlzeit im Vergleich zu Weißbrot als Kontrolle. Praktische Konsequenz: 150–200 g gekochte Hülsenfrüchte täglich. Z. B. als Beilage, in Suppen, als Add-In in einen Salat, sind eines der wirkungsstärksten, günstigsten und nebenwirkungsfreiesten "Supplements" zum Abnehmen, das du für dich nutzen kannst. 2. Leinsamen – die unterschätzte Faser Wer Leinsamen zum Abnehmen einsetzen will, hat einen wissenschaftlichen Rückenwind, wenn auch nur einen leichten. Leinsamen enthalten drei Wirkstoffe, die in Kombination interessant sind: Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure), Lignane (Phytoöstrogene mit antioxidativen Eigenschaften) und vor allem: viel lösliche Ballaststoffe. Genau diese Ballaststoffe sind der Grund, warum Leinsamen beim Abnehmen tatsächlich eine Rolle spielen können. Allerdings ist die Evidenzlage ehrlich gesagt gemischt, auch wenn sich ein Signal zeigt konsistent zeigt: Eine Meta-Analyse von 45 RCTs fand eine signifikante, wenn auch bescheidene Reduktion des Körpergewichts durch Leinsamenkonsum: –0,99 kg im Durchschnitt, mit größerem Effekt bei ganzen Leinsamen im Vergleich zu Öl oder Lignan-Extrakt. Die wichtigste Erkenntnis aus diesen Analysen: Ganze Leinsamen wirken besser als Öl, weil der Effekt über die Ballaststoffe und deren Einfluss auf Sättigung und Verdauungsgeschwindigkeit läuft und nicht über das Fett. Praktische Konsequenz: 1–2 Esslöffel gemahlene Leinsamen täglich – ins Müsli, in Joghurt, in Smoothies. Gemahlen statt ganz, damit die Ballaststoffe verfügbar werden. Leinsamen sind keine Alleinlösung, aber als konsequent eingesetzte Ergänzung zeigen sie in der Meta-Analyse einen messbaren Effekt beim Abnehmen. 3. Sättigungsindex: Liste der Lebensmittel mit dem höchsten Sättigungswert 1995 veröffentlichten Holt, Brand Miller et al. an der University of Sydney eine Studie, die bis heute als Grundlage für das Verständnis von Sättigung gilt: den Satiety Index of Common Foods. Die Methodik: Gruppen von Teilnehmern bekamen isoenergetische Portionen (je 240 kcal) von 38 verschiedenen Lebensmitteln, danach wurden alle 15 Minuten Sättigungswerte abgefragt. Als Referenzpunkt (100%) diente Weißbrot. Die wichtigsten Ergebnisse: Lebensmittel Sättigungsindex Gekochte Kartoffeln 323 % Weißer Fisch 225 % Haferflocken (Porridge) 209 % Orangen 202 % Äpfel 197 % Vollkornnudeln 188 % Gekochte Bohnen 168 % Linsen 133 % Weißbrot 100 % Croissant 47 % Gleiche Kalorienmenge, komplett unterschiedliche Portionsgrößen: links ein Teller mit hohem Sättigungsindex (Kartoffeln, Haferbrei, Bohnen – viel Volumen, wenig Kalorien), rechts ein Teller mit niedrigem Sättigungsindex (Bacon, Croissant, Chips – wenig Volumen, viele Kalorien). Was die Liste der Lebensmittel nach Sättigungsindex zeigt: Lebensmittel mit hohem Sättigungsindex haben fast immer entweder viel Wasser, viele Ballaststoffe oder viel Protein – oft alle drei. Wer gezielt Lebensmittel mit hohem Sättigungsindex wählt, isst automatisch weniger Kalorien, ohne Hunger, ohne Zählen. Das erklärt, warum viele Menschen mit einer "westlichen Ernährungsweise" chronisch kzu viele Kalorien essen. Nicht weil sie keine Willenskraft haben, sondern weil die Lebensmittel, die sie essen (ganz unten aus der Tabelle), biologisch schwach sättigen. Praktische Konsequenz: Eine Portion Haferflocken hält länger satt als dieselbe Anzahl an Kalorien aus Cornflakes. Wenn du deine Mahlzeit sättigender machen willst, ohne mehr Kalorien zu essen, tauschst du einfach energiedichte Komponenten gegen solche mit hohem Sättigungsindex aus. Was mit Vorsicht zu genießen ist GLP-1-Agonisten (Medikamente wie Ozempic, Wegovy): Diese Medikamente ahmen das körpereigene Sättigungshormon GLP-1 nach und zeigen in klinischen Studien beeindruckende Gewichtsreduktionen. Sie sind für bestimmte Personengruppen eine legitime medizinische Option, aber keine Lebensmittel und keine Lifestyle-Ergänzungen. Sie gehören in die Hände von Ärzten und Ärztinnen. Das Interessante: Es gibt GLP-1-Nahrungsmittel, die dasselbe Hormon auf natürlichem Weg anregen. Hülsenfrüchte, Leinsamen und ballaststoffreiche Lebensmittel aktivieren denselben GLP-1-Weg, wenn auch in bescheidenerem, aber nachhaltigem Ausmaß. Wer nach Wegen sucht, GLP-1 durch Nahrungsmittel zu beeinflussen, findet in dieser Lebensmittelgruppe die stärkste Evidenz. Warum also nicht auf natürlichem Weg GLP-1 anregen? Ohne Spritze und ohne Rezept, ohne Nebenwirkungen und für einen Bruchteil der Kosten. Grüntee-Extrakt, Raspberry Ketonen, CLA & Co.: Die Evidenz für diese Produkte ist entweder sehr schwach, auf Tiermodelle beschränkt oder zeigt nur Effekte bei sehr hohen Dosen. Kein seriöser Ernährungswissenschaftler oder Ernährungswissenschaftlerin empfiehlt sie als primäre Strategie. Fazit: Die besten Supplemente zum Abnehmen sind die Lebensmittel, die wir essen Wenn du etwas zu deiner Ernährung hinzufügen willst, das deinen Appetit reguliert, den Blutzucker stabilisiert und nachweislich beim Fettabbau hilft, dann sind das Hülsenfrüchte, Leinsamen und wasserhaltiges, ballaststoffreiches Essen. Sie sind günstig. Sie haben keine Nebenwirkungen. Sie verbessern gleichzeitig deine Darmgesundheit, dein Mikrobiom, dein Herz-Kreislauf-Risiko und, wie der Second Meal Effect zeigt, noch das Frühstück von morgen. Kein Fatburner-Produkt aus dem Internet kann das von sich behaupten. Und die Antwort auf "welche Supplemente zum Abnehmen wirklich sinnvoll sind" lautet somit: keine Pille, kein Pulver. Sondern Hülsenfrüchte, Leinsamen und Lebensmittel mit hohem Sättigungsindex. Günstig, nebenwirkungsfrei, und mit echter Studienlage. Dieser Beitrag ist Teil des Fettabbau-Leitfadens von BEETZ&GREENS. Warum nicht etwas Neues zu versuchen? Die Breakthrough-Session ist ein 30-minütiges, kostenloses Ernährungscoaching. Darin bekommst du deine Situation aus einem neuen Blickwinkel gespiegelt und kann dir so zu wertvollen Aha-Erlebnissen verhelfen. Interessiert? Dann buche gleich deinen Termin und der erste Schritt ist getan. Darf ich dich noch um etwas bitten bevor du gehst? Ja? Dann teile doch diesen Artikel mit jemandem, dem die Informationen ebenfalls helfen können. Außerdem darfst du mich gerne auf Instagram wissen lassen, welchen Teil dieses Artikels du besonders hilfreich fandest und Teil unserer Community werden ;-) Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Werbung ist gekennzeichnet (*) und enthält nur Produkte und Services, die wir persönlich nutzen oder empfehlen können.
- Halbmarathon Ernährung: So holst du mit der richtigen Verpflegung alles raus
tl;dr: Halbmarathon Ernährung in 15 Sekunden Carboloading 2–3 Tage vorher: Bei Hobbyathlet*innen 5–7 g Kohlenhydrate pro kg Körpergewicht täglich für optimale Glykogenspeicher (Profis brauchen mehr) Verpflegung am Wettkampftag: 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde, erstes Energy Gel nach 35–45 Minuten Ernährung vor dem Start: Letzte Mahlzeit 3 Stunden vorher mit einfachen Kohlenhydraten, kohlenhydratreicher Snack 30 Minuten vor dem Lauf Optimale Halbmarathon Energy Gels: Glukose-Fruktose-Mischung im 2:1-Verhältnis für beste Aufnahme ohne Magenprobleme Timing ist entscheidend: Frühe Kohlenhydratzufuhr verhindert den "Mann mit dem Hammer" ("Bonking") und optimiert die Performance Die optimale Halbmarathon Ernährung beinhaltet das strategische Carboloading in den Tagen davor, die richtige Verpflegung während des Halbmarathons und das perfekte Timing der Kohlenhydratzufuhr. Komplett mit wissenschaftlichen Empfehlungen und konkreten Protokollen für die Umsetzung liest du in diesem Halbmarathon Ernährungsplan: Alles zur Ernährung in der Woche vor dem Halbmarathon Wie du dich in den Stunden vor dem Wettkampf ernährst Wie du deine passende Halbmarathon-Verpflegungsstrategie entwickelst Alles zu Carboloading Lebensmitteln, Produkten für die Verpflegung im Halbmarathon und DIY Rezepten Drei Tage davor: Carboloading Halbmarathon Die Halbmarathon-Ernährung beginnt schon in der Woche vor dem Wettkampf mit dem Carboloading (manchmal auch Carbloading). So bezeichnet man die Strategie, in den Tagen vor dem Rennen die Kohlenhydratzufuhr zu erhöhen, damit während des Wettkampfs die höchstmögliche Menge an Energie (in Form von Leber- und Muskelglykogen) zur Verfügung steht. Die Effektivität von Carboloading ist wissenschaftlich anerkannt und entspricht gängigen Empfehlungen. Die früher übliche Methode des Vorentleerens der Kohlenhydratspeicher wird heute nicht mehr als notwendig erachtet. Eine moderate Erhöhung der Kohlenhydrate ohne vorherige Entleerung ist mindestens so effektiv. Carboloading Ernährungsplan: Die richtige Menge Zur Maximierung der Muskel- und Leberglykogenspeicher werden etwa 8–12 g Kohlenhydrate (KH) je kg Körpergewicht am Tag benötigt. Vereinfachtes Carboloading für Hobbyathlet*innen: Aufgrund geringerer Muskelmasse und niedrigerem Energiebedarf reichen Hobbyläufer*innen 5–7 g/kg Körpergewicht/Tag für effektives Carboloading im Halbmarathon. Geschlechtsunterschiede beim Carboloading: Hormonelle Schwankungen im weiblichen Zyklus können das Füllen der Glykogenspeicher beeinträchtigen. Leider fehlt es an expliziten Studien mit weiblichen Probanden. Denn während der Lutealphase ist das Hormon Progesteron erhöht, was die Fettoxidation verstärkt und die Insulinsensitivität reduziert. Während der Follikelphase kann durch die höhere Konzentration des Hormons Östrogen das Carboloading effizienter sein. Diese hormonellen Einflüsse auf das Carboloading legen nahe, dass Frauen dann für 3–4 Tage Carboloading betreiben (statt der üblichen 2–3 Tage), sollte das Event in ihre Lutealphase fallen. Protokoll Carboloading: Ernährung Halbmarathon letzte Woche Hol dir gleich den kostenlosen Halbmarathon Ernährungsplan als PDF. Beginne 2–3 Tage vor dem Wettkampf alle 3–4 Stunden eine kohlenhydratreiche Mahlzeit zu dir zu nehmen. Je nach Trainingszustand orientierst du dich an 5–7 g oder 8–12 g KH je kg Körpergewicht am Tag. Wichtig für effektives Carboloading: Denke an eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da Glykogen wassergebunden eingelagert wird. Die Protein- und Fettzufuhr kannst du sukzessive reduzieren, jedoch nicht gänzlich vernachlässigen. Das parallele Reduzieren der Trainingsintensität ("Tapering") unterstützt das Carboloading. Race Day: Ernährung vor dem Halbmarathon Am Wettkampftag dienen die letzten Stunden vor dem Start dazu, die KH Speicher optimal zu füllen. Dies wird mit einer regulären Mahlzeit mit hohem Anteil einfacher KH oder speziell auf Ausdauer ausgelegten Energieriegeln* erreicht. Bei der Ernährung vor dem Halbmarathon haben leicht verdauliche Mahlzeiten Priorität, da bei Völlegefühl die Performance leiden kann. 30–60 Minuten vor dem Start eignen sich dann nochmal eine Banane, eine Handvoll Datteln oder ein Energieriegel (mit Energy Gel besser noch warten) um die letzten Prozent Energie in den Tank zu bekommen. Protokoll Ernährung vor dem Start 3 Stunden vor dem Start (genauen Abstand und Gericht individuell im Training austesten): Letzte vollständige Mahlzeit mit Fokus auf einfache Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, weißer Reis oder Nudeln. Fett- und proteinreiche Lebensmittel weitestgehend weglassen. 30 Minuten vor dem Start: Einen kohlenhydratreichen Snack (z.B. Banane – im Training getestet!). Verpflegung Halbmarathon: Nachtanken während des Laufs Die vorangegangenen Schritte sorgen für maximale Energie zu Rennbeginn. Diese wird als Glykogen gespeichert und reicht theoretisch für 100 Minuten Laufen. Warum Verpflegung trotzdem notwendig ist, auch wenn du unter 100 Minuten ins Ziel kommst: Der Körper würde niemals 100 Minuten lang alles verfeuern und dann hilflos sein. Seine oberste Priorität ist das Überleben. Er hält umso stärker an gespeicherter Energie fest, je kleiner die Reserven werden. Bei kontinuierlicher Belastung steht bereits nach 60–90 Minuten merklich weniger Energie zur Verfügung. Der berüchtigte "Mann mit dem Hammer" ("Bonking") droht. Empfohlene Zufuhr Kohlenhydrate pro Stunde im Halbmarathon Verpflegung im Halbmarathon hat zum Ziel, dem Körper frühzeitig zu signalisieren, dass konstanter Energienachschub kommt. Das unterstreicht auch diese Studie, die zu dem Schluss kommt, dass eine Kohlenhydrataufnahme vor und während des Rennens die Performance verbessert, selbst wenn die Speicher bereits voll sind. Allgemeine Empfehlung Kohlenhydratzufuhr: Hobbyläufer*innen nehmen 30–60 g KH pro Stunde zu sich. Berechnung individueller Bedarf: Menschen mit mehr Körpermasse und diejenigen, die bei höherer Intensität laufen (siehe "Intensität"), orientieren sich am oberen Ende der Empfehlung. Mit diesem Wert erhält man einen Startpunkt, von dem aus die individuell passende Kohlenhydratmenge für ausreichend Energie im Wettkampf, vorab in schnellen Trainingseinheiten (Race-Pace oder schneller) ausgetestet wird. Dabei wird auch gleich die Zufuhr von Nahrung während des Laufens trainiert und der Körper lernt, die Energiezufuhr unter Anstrengung zu tolerieren. Pro-Tipp: Lass dich nicht von Berichten über Ironmanathlet*innen verwirren, die 90–120 g Kohlenhydrate pro Stunde konsumieren. Profis haben ihren Magen-Darm-Trakt über Jahre adaptiert und konsumieren die Mehrheit der KH in flüssiger Form und auf dem Rad, wo die Verträglichkeit höher ist als beim Laufen. Praktische Verpflegung Halbmarathon Protokolle: Für einen Halbmarathon in 1:30 h (45–90 g KH gesamt): Nimm das erste Energy Gel/Kohlenhydratgetränk nach etwa 35 Minuten zu dir (optional mit Koffein*) Zweites Energy Gel nach 65–70 Minuten . Optional: Regeneration-Gel nach dem Zieleinlauf (falls dir Essen schwer fällt) Für einen Halbmarathon in 2:30 h (75–150 g KH gesamt): Erstes Energy Gel nach 45 Minuten (z. B. ein Gel mit 40 g KH*) Zweites Energy Gel nach 80–90 Minuten (optional mit Koffein*) Drittes Energy Gel nach 120–130 Minuten (z. B. ein Gel mit 40 g KH*) Zeitnahe Nahrungsaufnahme nach dem Zieleinlauf (oder weiteres Gel) So beeinflusst Intensität den Energiebedarf Mit steigender Intensität nimmt der Anteil von Kohlenhydraten an der Energiegewinnung zu, während Fette nur noch eine untergeordnete Rolle spielen (vereinfachte Darstellung). Nicht nur die Belastungsdauer, sondern auch die Geschwindigkeit beeinflusst den Energiebedarf beim Laufen. Je schneller das Tempo, umso höher die "Intensität" und der Energiebedarf. Zudem gewinnt der Körper mit steigender Intensität bevorzugt Energie aus KH statt aus Fett, weil das vereinfacht gesagt schneller geht. Niedrigere Intensität (60–70 % max. HF): Verhältnismäßig mehr Fette Höhere Intensität (80–90 % max. HF): Überproportional mehr Kohlenhydrate Andrea und Barbara: Praxisbeispiele für den Kohlenhydratbedarf im Halbmarathon Andrea (schnelle Läuferin, 4:00 min/km): Läuft bei hoher Intensität, orientiert sich an 60 g KH / Stunde, nimmt 85 g KH über die Renndistanz auf. Barbara (langsamere Läuferin, 5:30 min/km): rechnet mit 40 g KH/ Stunde, ist 30 Minuten länger unterwegs, nimmt ebenfalls ~80 g KH auf. Einfluss der Herzfrequenz: Warum relative Intensität entscheidend ist So weit, so gut? Nein! Beide Läuferinnen können ihr Rennen als gleich intensiv empfinden, wenn sie bei 85–90 % ihrer maximalen Herzfrequenz laufen. Diese "relative Intensität" (Grad der Anstrengung im Verhältnis zur individuellen maximalen Leistungsfähigkeit) ist entscheidender als die absolute Geschwindigkeit für die Ernährungsstrategie. Der Kohlenhydratbedarf von Andrea und Barbara im Halbmarathon unter Berücksichtigung der relativen Intensität Nehmen wir an, beide Läuferinnen sind in ihrem Wettkampftempo nahe ihrer persönlichen Schwelle unterwegs (sprich: bei gleicher Intensität): Beide haben eine ähnlich hohe proportionale Kohlenhydratnutzung Beide könnten ähnliche Magenprobleme bei der Aufnahme von Nahrung, Gels oder Drink-Mix haben Da Barbara ähnlich intensiv läuft wie Andrea, sollte sie sich bei ihrer KH Zufuhr ebenfalls an den 60 g KH / Stunde orientieren. Sie verbringt aber mehr Zeit auf der Strecke, weshalb ihre insgesamt aufgenommene KH Menge höher als bei Andrea ausfällt (ungefähr 115 g vs. 85 g). Carboloading Lebensmittel: Die richtigen Kohlenhydratquellen Komplexe Kohlenhydrate sind gesund und sollten im Alltag regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Beim Carboloading und bei der Verpflegung im Halbmarathon sind sie aber zu reduzieren. Beste Quellen für komplexe Kohlenhydrate: Süßkartoffeln, Vollkorngetreide wie Haferflocken, Quinoa, Buchweizen, ganze Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen), Kartoffeln und Kürbis … Einfache Kohlenhydrate haben nur wenig gesundheitsförderliche Stoffe im Gepäck und werden schnell ins Blut aufgenommen, was auf Dauer und außerhalb des Sportkontexts zu gesundheitlichen Problemen (Übergewicht, Diabetes Mellitus Typ 2 …) führen kann. Dank dieser Eigenschaften sind sie genau das, was wir beim Carboloading essen wollen, da sie uns helfen, ohne große Belastung des Verdauungsapparats unsere Glykogenspeicher zu füllen. Die besten Quellen für einfache Kohlenhydrate für Carboloading und Halbmarathon-Ernährung sind: Fruchtsäfte, Ahornsirup, Energieriegel, Süßgetränke (Cola, Limonade, Eistee), Marmelade, Trockenobst, weißer Reis … Beste Kohlenhydratquellen in der Halbmarathon-Ernährung hängen vom Zeitpunkt ab. Je näher die Anstrengung rückt, desto einfacher sollten die Kohlenhydrate und umso kleiner die Portionen ausfallen. Optimale Energy Gels und Sportgetränke wählen Gels und Sportdrinks sind für optimale Energieaufnahme im Halbmarathon konzipiert. Entscheidend sind die verwendeten Zuckerarten und ihre Verträglichkeit. Moderne Sporternährungsprodukte (z.B. Maurten* Gel 100/160, MNSTRY* Gel 40 odder entsprechende Drink Mixes) kombinieren verschiedene Kohlenhydratquellen: Glukose bzw. Maltodextrin (Aufnahme im Darm über den SGLT1-Transporter) Fruktose (Aufnahme über den GLUT5-Transporter) Da beide Zuckerarten unterschiedliche Transportwege im Darm nutzen, können höhere Kohlenhydratmengen aufgenommen, als mit Glukose allein. Dies ist die wissenschaftliche Grundlage moderner Fueling-Strategien mit 60–90 g KH pro Stunde und bei gut trainierten Athlet*innen sogar darüber hinaus. Das optimale Glukose-Fruktose-Verhältnis beträgt zwischen 1:0,8 und 2:1. Haushaltszucker als günstige Alternative Haushaltszucker (Saccharose) besteht zu 50 % aus Glukose und zu 50 % aus Fruktose. Im Dünndarm wird Saccharose durch das Enzym Sucrase sehr schnell in ihre Bestandteile gespalten und nutzt anschließend dieselben Transportwege wie freie Glukose-Fruktose-Mischungen. Mehrere Studien zeigen, dass Saccharose während Ausdauerbelastungen effektiv oxidiert wird und deutlich höhere Kohlenhydrataufnahmeraten ermöglicht als Glukose allein. Für viele Läuferinnen und Läufer ist Zuckerwasser deshalb eine überraschend leistungsfähige und extrem kostengünstige Fueling-Option. Die größten Vorteile kommerzieller Sportprodukte liegen häufig nicht in einer grundsätzlich besseren Energieversorgung, sondern in: ● standardisierter Dosierung ● praktischer Handhabung ● geringerer Osmolalität durch Maltodextrin ● Technologie (z. B. Hydrogel) kann bessere Verträglichkeit bei sehr hohen Kohlenhydratmengen über 80–100 g pro Stunde haben DIY Energy Drink für Halbmarathon Verpflegung Einfachste Variante: Zuckerwasser ● 500 ml Wasser ● 50–60 g Haushaltszucker ● 0,5–1 g Kochsalz ● optional Zitronensaft für den Geschmack Ergebnis: ● 50–60 g Kohlenhydrate ● Glukose-Fruktose-Verhältnis von 1:1 ● Kosten von wenigen Cent pro Flasche Für die meisten Läufer*innen ist dies eine hervorragende Möglichkeit, das Fueling im Training zu üben. Budget-Option mit Apfelsaft 500 ml Apfelsaft (~50 g Zucker: 30 g Fruktose + 20 g Glukose) 40 g Maltodextrin Ergebnis: ● ca. 90 g Kohlenhydrate ● Verhältnis von ungefähr 2:1 Glukose zu Fruktose Hochleistungs-Variante: 500–750 ml Wasser 53 g Maltodextrin 27 g Fruktose 0,75–1,25 g Kochsalz Optional: Zitrone/Aroma Ergebnis: 80 g Kohlenhydrate 2:1-Verhältnis gute option für lange Läufe und Marathonvorbereitung Hinweis zu Haushaltszucker: Ein DIY-Mix aus normalem Zucker ist suboptimal, da Saccharose zum einen ein 1:1-Verhältnis von Glukose zu Fruktose aufweist und zum anderen für die Resorption zuerst enzymatisch gespalten werden muss. Selbsttest: Vertrage ich Zuckerwasser? Wenn du bisher ausschließlich Gels oder kommerzielle Sportgetränke verwendet hast, lohnt sich ein schrittweiser Test. Phase 1 – Grundlagen schaffen (2–3 Long Runs) Mischung: 500 ml Wasser 50 g Haushaltszucker kleine Prise Salz Ziel: etwa 40–50 g Kohlenhydrate pro Stunde Beobachtung von Magengefühl, Völlegefühl, Blähungen oder Übelkeit Phase 2 – Wettkampfnäher testen (2–3 Long Runs) Mischung: 500 ml Wasser 60–75 g Haushaltszucker 0,75 g Salz Ziel: 60–75 g Kohlenhydrate pro Stunde Beobachte: Energielevel Durstgefühl Magen-Darm-Verträglichkeit Laufgefühl in den letzten Kilometern Phase 3 – Hybrid-Modell Für lange Marathon-spezifische Einheiten: 70–80 % der Kohlenhydrate aus Zuckerwasser 20–30 % aus den geplanten Wettkampf-Gels Beispiel für einen 30-km-Lauf: Zuckerwasser während des gesamten Laufs zusätzlich 2 Maurten Gel100 zu den Zeitpunkten, die auch im Rennen geplant sind Ziel Wenn du Zuckerwasser im Training problemlos verträgst, kannst du einen Großteil deiner Fueling-Kosten einsparen und gleichzeitig dieselben Kohlenhydrataufnahmesysteme trainieren, die du im Wettkampf benötigst. Eine Bestzeit im Halbmarathon erfordert eine individuelle Strategie Jeder Körper ist einzigartig! Die Empfehlungen in diesem Beitrag sind ein Ausgangspunkt. Das Erfolgsgeheimnis liegt im Ausprobieren, Testen und Anpassen während deiner Trainingseinheiten. Was für andere funktioniert, muss nicht automatisch für dich optimal sein. Gerne unterstütze ich dich bei einer kostenlosen 30-minütigen Coaching-Session (hier buchen) dabei, deine persönliche Ernährungsstrategie zu entwickeln. Unverbindlich und individuell auf dich abgestimmt. Darf ich dich noch um etwas bitten bevor du gehst? Ja? Dann teile doch diesen Artikel mit jemandem, dem die Informationen ebenfalls helfen können. Außerdem darfst du mich gerne auf Instagram wissen lassen, welchen Teil dieses Artikels du besonders hilfreich fandest und Teil unserer Community werden ;-) Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. 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- Auch ohne Fisch: So stellst du die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren in deiner (veganen) Schwangerschaft sicher
Dieser Beitrag ist Teil unserer Infosammlung Vegane Schwangerschaft: Der komplette Ratgeber für deine Plant-Based Schwangerschaft. Dreckige Meere, Antibiotikaeinsatz in Aquakulturen ... Fisch spaltet die Gemüter. Für die vegane Ernährung in der Schwangerschaft ist Fischkonsum – bzw. seine Abwesenheit –insbesondere wegen seiner Rolle als Quelle für die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA ein Thema. In diesem Beitrag liest du deshalb, … ... welche Zufuhrmenge an Omega-3-Fettsäuren (veganen) Schwangeren empfohlen wird. ... ab welcher Höhe die Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren nicht mehr als sicher gilt. ... inwiefern Fisch eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist. ... dass Algenöl eine vegane und nachhaltige Alternative ist. ... einen Vergleich von drei veganen Omega-3-Supplementen. Und wenn du es eilig hast findest du hier das Wichtigste im tl;dr: tl;dr: "Omega-3-Fettsäuren Schwangerschaft" Die ebenfalls langkettige Omega-3-Fettsäure ALA (aus pflanzlichen Quellen) muss von den marinen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA unterschieden werden Schwangere müssen auf eine angemessene Zufuhr der marinen Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA, achten – die empfohlene Mindestzufuhrmenge während der Schwangerschaft beträgt 200 mg DHA/Tag, die optimale Zufuhr ist wahrscheinlich höher Als einziges Lebensmittel mit nennenswertem DHA-Gehalt gilt fettiger Seefisch (mind. 2 Portionen/Woche), weshalb eine vegane Schwangerschaft Nahrungsergänzung bei den Omega-3-Fettsäuren notwendig macht Veganerinnen und Schwangere, die unregelmäßig Fisch essen, greifen auf ein Algenöl-Supplement zurück, dessen Herstellung nachhaltig und schadstoffarm istOmega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft Die meisten Ernährungsgesellschaften der Welt legen Schwangeren den Verzehr von zwei Portionen Fisch pro Woche nahe. Bevorzugt sollen sie dabei zu fettreichen Seefischarten wie Hering, Lachs oder Makrele greifen, damit eine ausreichende Zufuhr der langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) gewährleistet ist. Denn eine gute Versorgung mit diesen langkettigen Omega-3-Fettsäuren ist während der Schwangerschaft ganz besonders wichtig. Nicht nur aufgrund der Rolle von DHA als Baustoff bei der Entwicklung von Augen und Gehirn des Fötus. Studien deuten beispielsweise auch darauf hin, dass ein guter DHA- und EPA-Status das Risiko für Frühgeburten mit niedrigem Geburtsgewicht zu verringern scheint. Eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wie sind andererseits diese Empfehlungen dem gegenüber einzuordnen, was schwanger essen nicht erlaubt ist? Den Verbotslisten, auf denen sich auch Fisch befindet? Und wie stellen vegane Schwangere, die einer Plantbased Diet ohne Lebensmittel vom Tier folgen und alle anderen, die wenig oder keinen Fisch essen, die Versorgung sicher? Die Antworten liest du in diesem Beitrag. Wie viel Omega-3 in der Schwangerschaft? Pro-Tipp: Die Omega-3-Fettsäure ALA (alpha-Linolensäure) ist kein Bestandteil dieses Beitrags. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Schwangeren täglich 0,5 % ihrer Gesamtkalorien in Form von ALA zuzuführen. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit Chiasamen, Leinsamen, Rapsöl, Sojabohnen und Walnüssen stellt dies sicher. Um die Frage "Wie viel Omega-3 in der Schwangerschaft?" zu beantworten, möchte ich ein Rechenbeispiel nutzen: Nach einer Aufstellung auf der Website der Cleveland Clinic liefern 120 g atlantischer Wildlachs ungefähr 2200 mg der Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA. Fischessende Schwangere, die sich an die Empfehlung zu 1-2 Portionen/wöchentlich halten, nehmen somit 2200-4400 mg DHA und EPA in der Woche zu sich. Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft ab wann? In jeder Schwangerschaftsphase und bereits davor unterstützen Omega-3-Fettsäuren einen gesunden Lebensstil. Bei einem angenommenen Verhältnis von 2:1 DHA zu EPA in Lachs entspricht das 1450-2900 mg DHA, woraus sich ein Tagesdurchschnitt von 200-400 mg ergibt. Damit landet man bei den empfohlenen täglichen Mindestzufuhr-Mengen für Schwangere von 200 mg DHA beziehungsweise 500 mg DHA und EPA gesamt. Weiter empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) allen Schwangeren, die nicht regelmäßig Fisch konsumieren und damit auch für vegane Schwangerschaften, die Mindestmenge von täglich 200 mg DHA über ein Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Man kann seine individuelle Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren auch von einem Labor überprüfen lassen, um so auf Nummer sicher zu gehen. Lies hier, wie du das mit dem sogenannte Omega-Metrix Test von zuhause aus tun kannst. Kann ich Omega-3 überdosieren? Eine akute Überdosierung von Omega-3-Fettsäuren ist grundsätzlich möglich, aber selten. Soll heißen, nur weil man aus Versehen einen Esslöffel mit einem Teelöffel verwechselt, erreicht man noch keine kritische Dosis. Am wahrscheinlichsten ist eine chronische Intoxikation durch das dauerhafte Falschdosieren von Nahrungsergänzungsmitteln. Bei den meisten Produkten müsste man dafür dauerhaft die empfohlene Tagesdosis allerdings um mindestens das Dreifache überschreiten. Das gilt für gesunde Menschen. Für Menschen mit bestehenden Herzerkrankungen können DHA und EPA aufgrund ihrer blutdrucksenkenden Wirkung in therapeutischen Dosen – bis 5000 mg – zum Einsatz kommen. Jedoch immer in Abstimmung mit der behandelnden medizinischen Fachkraft, da ein Risiko für Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten besteht. Symptome einer chronischen Überdosierung umfassen unter anderem eine verminderte Immunfunktion, einen Anstieg des Risikos an Typ-2-Diabetes zu erkranken und eine erhöhte Blutungsneigung. Letztere kann während der Schwangerschaft aber bei der Geburt ganz besonders gefährlich werden, weshalb der Effekt einer hohen Zufuhr von DHA und EPA auf die Blutungsneigung von Schwangeren in einer placebokontrollierten Studie untersucht wurde. Wie viel Omega-3 in der Schwangerschaft ist sicher? Das Ergebnis? Auch wenn Schwangere während des letzten Trimesters täglich 2700 mg langkettige Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, wurde bei den Geburten kein höheres Blutungsrisiko beobachtet als in den Kontrollgruppen, die entweder Olivenöl oder gar kein Supplement erhielten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geht nach ihrer Interpretation der Studienlage davon aus, dass bis zu 1500 mg DHA und EPA sicher für die Allgemeinbevölkerung sind und dass auch eine kombinierte tägliche Aufnahme von 5000 mg DHA und EPA in Supplementen "keine Bedenken hinsichtlich der Sicherheit" für gesunde Erwachsene darstellt. Die US-amerikanische FDA empfiehlt derweil, nicht mehr als 3000 mg DHA und EPA pro Tag aus Lebensmitteln und Supplementen zu verzehren. Fisch als Quelle für Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft Wie eingangs erwähnt gelten bestimmte Fischarten als gute Quelle für die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren variiert jedoch unter den Fischarten stark. Wer sich dazu entscheidet, seinen Bedarf an DHA und EPA während der Schwangerschaft mithilfe von Fisch zu decken, sollte sich daher an fettige Kaltwasser-Seefischarten halten. In einem anderen Zusammenhang wird Schwangeren aber ebenfalls zu Vorsicht beim Fischkonsum geraten. Hier geht es um die Verschmutzung der Meere, die zur Folge hat, dass viele Fischarten Schadstoffe in sich tragen. Neben Arsen, Blei, Cadmium, Dioxinen und polychlorierten Biphenylen (PCBs) gilt in der Schwangerschaft besonders der Quecksilbergehalt einiger Fischarten als gefährlich. In großen Mengen aufgenommen ist dieses Quecksilber giftig für uns Menschen. Das wissen wir sicher. Aber auch tägliche kleine Mengen stehen im Verdacht, die Gesundheit auf lange Sicht zu beeinträchtigen. Für diejenigen, die schwanger Fisch essen möchten, schränkt das die Auswahl weiter ein. Als Arten mit niedrigem Quecksilbergehalt gelten Hering, Lachs und Sardinen. Pro-Tipp: Auf der Seite der US-amerikanischen FDA findest du eine Übersicht, welche Fischarten in der Schwangerschaft eine gute Wahl sind und welche du besser meidest. Und außerdem wichtig: Während der Schwangerschaft Fisch niemals roh essen! Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl Für vegan lebende Schwangere und alle, die während der Schwangerschaft auf Fisch verzichten, sind Omega-3-reiche Öle eine gute Alternative. Aber Achtung: Zum Teil werden diese aus Fisch gewonnen und es ist nicht immer gewährleistet, dass diese Fischöle frei von Schadstoffen sind. Ganz zu schweigen davon, dass ein Industriezweig vom Verkauf von Fischöl profitiert, der mit seinen Praktiken die Zerstörung unsere Ozeane mitverantwortet. Nachhaltig, plantbased und schadstofffrei: DHA und EPA aus Mikroalgen. Glücklicherweise ist der Mensch für seine Versorgung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren nicht auf Fisch angewiesen. Ganz gleich, ob Schwangere nun aufgrund des möglichen Schadstoffgehalts oder aus einem anderen Grund auf Fisch verzichten, bieten ihnen Omega-3-reiche Öle auf pflanzlicher Basis eine gute Alternative. Genau wie die langkettingen Omega-3-Fettsäuren in Fischen stammt auch das DHA und EPA in diesen Produkten ursprünglich von Mikroalgen mit den Namen Ulkenia oder Schizochytrium. Aber anders als bei Fischen im Meer, in denen sich neben Omega-3-Fettsäuren eben auch Schadstoffe im Gewebe anreichern, findet die Kultivierung von Algenölen in eigens dafür angelegten Tanks statt. Das macht diesen Prozess umweltschonend und das Algenöl frei von Quecksilber und anderen Schadstoffen. Vegane Omega-3-Produkte mit Algenöl gibt es in Kapselform oder flüssig. Letztere werden mit einem anderen Pflanzenöl gemischt und häufig mit einem Geschmacksstoff gegen den Algengeruch versetzt. Für welche Form man sich entscheidet ist Geschmacksache :P Achten solltest du darauf, ein hochwertiges Supplement von einer seriösen Firma zu kaufen, welche ihre Produkte in einem unabhängigen Labor auf Verunreinigungen testen lässt und die Ergebnisse auf ihrer Website veröffentlicht. Am Ende des Beitrags findest du eine Übersicht ebendieser. Außerdem sollte eine Tagesdosis mindestens 1000 mg Omega-3 gesamt und DHA und EPA in einem Verhältnis von 2:1 enthalten, um einen optimalen Omega-3-Spiegel aufrecht zu erhalten. Pro-Tipp: Auch eine direkte Zufuhr der Omega-6-Fettsäure ARA (Arachidonsäure) kann in manchen Situationen vorteilhaft sein. Beispielhafter Vergleich einiger Hersteller (Stand Juni 2026) Dieser Vergleich veganer Omega-3-Supplemente enthält eine – keinesfalls komplette – Auswahl existierender Produkte, die meine Familie und ich auch selbst verwenden. Alle enthalten pflanzliches DHA und EPA in dem als wirksam befundenen Verhältnis von 2:1. Norsan (vertreibt auch Supplemente auf Basis von Fisch) "Omega-3 Vegan"* Öl 100 ml empfohlene Tagesdosis 5 ml 1158 mg DHA, 609 mg EPA Preis 29 € entspr. 1,45 €/Tagesdosis (Code "EN616" für 15 % Rabatt auf die erste Bestellung) Besonderheiten: Laboranalyse, Trägerstoff Olivenöl, 800 I.E. veganes Vitamin D / Tagesdosis Watson Nutrition (veganes Unternehmen) "Omega 3 Öl hochdosiert"* Öl 100 ml empfohlene Tagesdosis 4 ml 1110 mg DHA, 555 mg EPA 39,90 € entspr. 1,60 €/Tagesdosis Besonderheiten: Laboranalyse jeder Charge (!!), Orangengeschmack Vivo Life (veganes Unternehmen) "PLANT BASED OMEGA 3 OIL"* Öl 60 ml empfohlene Tagesdosis 2 ml 600 mg DHA, 300 mg EPA Preis 33,99 € entspr. 1,13 €/Tagesdosis Besonderheiten: Laboranalyse, Trägerstoff Sonnenblumenöl, Minzgeschmack Raab Vitalfood (vertreibt auch Supplemente auf Basis von Molke) "Algenöl Omega-3 Kapseln"* Kapseln 75 Stück empfohlene Tagesdosis 1 Kapsel; Anmerkung: Bei fehlender DHA+EPA Quelle in der Ernährung sind 3 Kapseln eine realistische Tagesdosis – das erhöht den Preis einer Tagesdosis auf 1,80 € 250 mg DHA, 125 mg EPA Preis 44,90 € entspr. 0,60 €/Tagesdosis (Code "BEETZ&GREENS20-W6T2" für 20 % Rabatt) Unsicher, ob vegane Ernährung in der Schwangerschaft möglich ist? Keine Sorge, du musst das nicht alleine machen! Gerne sprechen wir bei einer kostenlosen Erstberatung darüber, wie du die Ernährung während deiner veganen Schwangerschaft sicher gestaltest und dabei in allen Bereichen entspannt bleibst. Dabei kannst du außerdem ausloten, ob eine vegane Ernährungsberatung für den Zeitraum Schwangerschaft das Richtige für dich ist oder du adressierst ganz unverbindlich deine Sorgen und Fragen an einen Ernährungsberater mit Fachfortbildung "Vegane Ernährung für Mutter & Kind". Darf ich dich noch um etwas bitten bevor du gehst? Ja? Dann teile doch diesen Artikel mit jemandem, dem die Informationen ebenfalls helfen können. Außerdem darfst du mich gerne auf Instagram wissen lassen, welchen Teil dieses Artikels du besonders hilfreich fandest und Teil unserer Community werden ;-) Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. 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- Bekommst du genug Eiweiß? – Indem du beste pflanzliche Proteinquellen nutzt ganz bestimmt
In diesem Artikel lernst welche pflanzliche Eiweißquellen deine Proteinversorgung sicherstellen können. Diese sind … ... Soja. … TVP. … vegane Ersatzprodukte. … Seitan. … Proteinpulver. tl;dr: Beste pflanzliche Proteinquellen in einer Plantbased Diet • Der optimale Proteinbedarf liegt oft über dem Minimalbedarf, besonders für Sportler und und für den Muskelerhalt beim Fettabbau. • Die "Protein-First"-Methode empfiehlt, Mahlzeiten mit proteinreichen Lebensmitteln zu beginnen. • Soja ist eine hervorragende pflanzliche Proteinquelle mit hoher Bioverfügbarkeit und gesundheitlichen Vorteilen. • Seitan, texturiertes Pflanzenprotein und vegane Ersatzprodukte sind gute Proteinlieferanten, sollten aber bewusst ausgewählt werden. • Durch geschickte Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen kann eine ausreichende Versorgung mit allen essentiellen Aminosäuren sichergestellt werden. Erinnerst du dich an Tabea? Wir haben sie im Artikel zum Proteinbedarf kennen gelernt. Sie ist 28 Jahre alt und wiegt 68 kg. Außerdem ernährt sie sich plant-based, ohne tierisch Produkte (vollwertig pflanzliche Ernährung). Meistens zumindest. Ab und zu gönnt sie sich auch vegane Pizza und ein Eis. Tabeas täglicher Minimalbedarf für Eiweiß beträgt zwar nur 54,4 g (0,8 g x 68 kg). Sie weiß aber auch, dass ihre Fitnessziele – Muskeln aufbauen und dabei Körperfett verlieren ohne Muskelmasse einzubüßen –ihren Eiweißbedarf auf 102 bis 136 g (1,5 bis 2 pro kg) am Tag anheben. Doch nicht nur über die optimale Proteinversorgung für ihre individuelle Lebenssituation weiß Tabea Bescheid. Ebenso kennt sie Tricks für die Zusammenstellung proteinreicher Mahlzeiten, proteinreiche vegane Rezepte und die Fehler, die sie bei der Auswahl – pflanzlicher – Eiweißquellen lieber vermeidet. Und trotzdem gibt es Tage, da hat Tabea keine Lust dazu, sich Gedanken über den Proteingehalt jeder einzelnen Zutat in ihrem Essen zu machen. In diesen Momenten macht sie es sich einfach. Nach dem Motto "Protein first" entscheidet sie sich zuerst für ein Lebensmittel, von dem bereits eine übliche Portion das komplette Eiweiß für ein Gericht liefert. Bei ihr sind das 25 bis 35 g. Je nach dem worauf sie gerade Lust hat, entscheidet sie sich dann noch für ihre Beilagen — und fertig! Bei dieser Methode hilft ihr das Wissen, was beste pflanzliche Proteinquellen sind: 1. Soja In diesem Artikel hast du gelesen, dass Hülsenfrüchte in vielen Fällen keine idealen Proteinquellen sind. Soja ist eine Ausnahme. Es strotzt nicht nur vor Eiweiß, sondern die Proteine sind auch in einer Art und Weise aufgebaut, die sie für den menschlichen Organismus gut verwertbar macht. Darüber hinaus steht täglicher Sojakonsum in Verbindung mit einer Verringerung des Risikos an Krebs zu erkranken. Der Mythos über die Verbindung Soja-Östrogen-erhöhtes Krebsrisiko ist schlicht falsch. Immer vorausgesetzt man reagiert nicht allergisch darauf, gelten in der wissenschaftliche Literatur bis zu fünf Portionen Soja am Tag als unbedenklich. Bei höherem Konsum sind die Ergebnisse uneindeutig. Wie bei allem scheint es also auch bei Soja ein Zuviel des Guten zu geben. Der Beitrag "Plantbased Powerhouse oder Gesundheitsrisiko?" räumt mit hartnäckigen Vorurteilen über Soja auf und liefert wissenschaftlich fundierte Fakten. Gute Proteinquellen aus Soja sind: Edamame (Proteingehalt: 12,5 g / 100 g bei 127 kcal) Sojajoghurt, ungesüßt (Proteingehalt: 4,5 g / 100 g bei 49 kcal) Sojamilch, ungesüßt (Proteingehalt: 3 g / 100 ml bei 30 kcal) Tofu (Proteingehalt: 14 g / 100 g bei 128 kcal) Tempeh* (Proteingehalt: 19 g / 100 g bei 152 kcal) Sojagranulat* zubereitet (Proteingehalt: 14 g / 100g bei 139 kcal) Pro-Tipp: Nicht ohne Grund werden Lupinen auch "europäischer Soja" genannt. Schließlich sind sie in ihren Verwendungsmöglichkeiten — und ihrem Proteingehalt — Soja sehr ähnlich. Das macht sie zu einer echten Alternative für Allergiker*innen. 2. Texturiertes Pflanzenprotein (engl. textured vegetable protein, TVP) Sprich kostenlos mit einem Ernährungscoach darüber, wie mehr pflanzliche Eiweißquellen Teil deiner Plantbased Diet werden können. Sojagranulat ist nicht der einzige "Hackersatz". Zusammen mit Erbsenschnetzel*, Sonnenblumenhack* und anderen Vertretern fasst man sie als texturiertes Pflanzenprotein zusammen. Die Sorten variieren im Proteingehalt, liegen aber in der Regel um 15 g / 100 g (zubereitet). Das trockene TVP wird einfach mit Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch, Zwiebelpulver usw. gewürzt und in Wasser oder Gemüsebrühe eingeweicht. Vor dem Anbraten presst man es am besten noch mit einem Küchentuch aus. Durch diesen Schritt wird es später "bissiger". Exkurs: Manchmal wird darüber diskutiert, ob Edamame-Pasta oder TVP noch als minimal verarbeitete Lebensmittel gelten, wobei "unverarbeitet" mit gesund vermischt wird.In der Ernährungspraxis ist diese Frage irrelevant. Denn bei moderatem Konsum—zwei bis drei Portionen pro Woche—sind keine negativen Effekte bekannt. 3. Garden Gourmet, Impossible und Beyond Meat… …außerdem Wiesenhof, Vegetarier Butcher und so ziemlich jede Discountereigenmarke hat sie. Die Rede ist von veganen Ersatzprodukten. Es gibt Burgerpatties und Hackfleisch, Chickennuggets und Fischstäbchen, Thunfisch aus der Dose und natürlich Wurst und Käse. Dabei sind die Alternativen so unterschiedlich wie die Produkte, die sie ersetzen. Allgemeine Aussagen darüber zu treffen ist unmöglich. Eine vergleichende Übersichtsarbeit zu den gesundheitlichen und ernährungsphysiologischen Eigenschaft von Ersatzprodukten am australischen Markt hat es dennoch versucht. Darin kamen die Autor*innen zu dem Ergebnis, dass pflanzliche Alternativen durchschnittlich einen geringeren Salz-, Kalorien- und Fettgehalt – v.a. gesättigte Fettsäuren – und einen ähnlichen oder höheren Eiweißgehalt pro 100 g aufweisen als die "echten" Produkte. Ein großer Vorteil veganer Ersatzprodukte: Immer mehr omnivore Restaurants haben nun auch ein veganes Gericht im Angebot. Solange die hochverarbeiteten Ersatzprodukte nur gelegentlich, etwa als "Treat" oder als einzige vegane Option im omnivoren Restaurant den Weg in dein Ernährungsmuster finden, gibt es demnach keinen Grund zur Sorge. An dieser Stelle geht es uns aber vorrangig um den Nutzen eines Produkts als Proteinquelle. Daher heißt es zu berücksichtigen, dass nur weil sich etwas ähnlich wie ein eiweißreiches tierisches Produkt im Mund anfühlt, es nicht automatisch eine Eiweißquelle ist. Dafür ausschlaggebend ist ausschließlich das Ausgangsmaterial des Ersatzprodukts. Jackfruit* ähnelt zwar in seiner Konsistenz Hähnchenfleisch, sein Eiweißgehalt ist aber zu vernachlässigen. Ebensowenig sind Käse- und Milchersatz auf Nussbasis – Kokosjoghurt, Cashewkäse … – gute pflanzliche Eiweißquellen. Pro-Tipp: Ersatzprodukte mit wenig Salz (max. 0,3 g / 100 g), geringem Anteil gesättigter Fettsäuren (max. 2 g / 100 g) und hohem Proteingehalt (min. 15 g / 100 g) sind zu bevorzugen. 4. Seitan In unserem kostenlosen Download-Portal findest du unter "Rezepte" im Bereich "Tapas&Beilagen" diese und weitere Ideen für Gerichte mit hohem Proteingehalt Für die Anti-Gluten-Inquisition ist das Klebeeiweiß des Weizenkorns der Teufel. Realistisch müssen aber längst nicht alle Menschen einen Bogen um Seitan machen. Lediglich diejenigen unter uns, die an Zölliakie, Weizenallergie oder NCGS leiden, müssen darauf verzichten. Für den Rest von uns ist das vielseitige Pulver mit 28 g Eiweiß je 100 g (zubereitet) aber eine sehr gute Proteinquelle. Seitan* lässt sich verwenden in: High-Protein-Pizzateig (ersetze bis zu 50 % des Mehls für einen Pizzaboden durch Seitan) High-Protein Spinatbrötchen Chorizo Saitan-Tofuroll (In Spanien im Supermarkt erhältlich, müssen wir sie in Deutschland – vorerst – noch selbst herstellen.) Pro-Tipp: Kombiniere Seitan möglichst mit Hülsenfrüchten, Nüssen oder deren Mehlen und Musen. Diese enthalten die in Seitan nur limitiert vorhandene Aminosäure Lysin und werten so die Proteinqualität auf. 5. Proteinpulver Sportler*innen — vegane wie nicht-vegane — nutzen es. Aber auch Menschen, die keine athletischen Höchstleistungen bringen. Die Rede ist von Eiweißpulver. Mit 65 bis 75 g Protein / 100 g hilft das Supplement dabei, auf bequeme Art und Weise den Proteinbedarf zu decken. Ein erstes Kriterium bei der Wahl eines Produktes sollte immer die freiwillige Selbstkontrollen auf Schadstoffe durch den Hersteller sein. Zu erkennen ist das an einer entsprechenden Kennzeichnungen auf der Verpackung des Produkts oder der Website das Herstellers. Keine Kennzeichnung deutet dagegen darauf hin, dass die Kosten für die Untersuchungen gespart wurden. Das Produkt muss deshalb trotzdem nicht verunreinigt sein. Außerdem empfiehlt sich ein Blick auf die Proteinqualität. Als Maßstab gelten Milchprotein oder Hühnereiweiß. Damit ein pflanzliches Proteinpulver die selbe Qualität erreicht, sollte es Soja-, Erbsen-, Hanf-, Kürbiskernkernprotein oder eine Mischung dieser Komponenten enthalten. Und dann heißt es ausprobieren. Denn nur so findest du das Produkt, dass dir schmeckt. Für mich ist das "Clean Protein" von Vivo Life*. Ich habe eine Menge vegane Eiweißpulver am Markt durchprobiert und die Produkte dieses veganen und transparenten Unternehmens erfüllen für mich die Kriterien am besten. Genauso vielfältig wie ihre Geschmacksrichtungen sind die Verwendungszwecke für Eiweißpulver: für beerige Shakes und Smoothies für schokoladiges Porridge für Vanillie-Joghurt für Karamell-Nicecream im Teig für herzhafte Pancakes oder süße Muffins zum Eindicken von Soßen Im kostenlosen Download-Portal findest du im Bereich "Werkzeuge" einen Spickzettel, der dir die Proteinversorgung erleichtert. Zum Mitnehmen Wenn du nur eine Sache aus dieser Artikelserie für dich mitnimmst, lass es diese sein: Der optimale Proteinbedarf liegt für die meisten Menschen überhalb ihres Minimalbedarfs. Indem sie gute Proteinquellen wählen, eiweißreiche Lebensmittel geschickt miteinander kombinieren, proteinreiche Alternativen (Pasta aus roten Linsen*) einfließen lassen und hier und da mit dem Topping (Hefeflocken*, Hanfsamen*,…) für einem Extraboost sorgen, können ihre Mahlzeiten aber auch diesen abdecken — unabhängig der Ernährungsform. FAQs pflanzliche Proteinquellen Kann man mit pflanzlichen Proteinen ebenso effektiv wie mit tierischen Proteinen Muskeln aufbauen? Ja, pflanzliche Proteine können genauso effektiv die Muskelproteinbiosythese (Muskelaufbau) fördern wie tierische Proteine. Während tierischen Proteinen aufgrund ihrer hohen Proteinqualität und vollständigen Aminosäurezusammensetzung oft eine bessere Wirkung im Muskelaufbau zugeschrieben wurden, legen Forschungen nahe, dass auch pflanzliche Proteine alle notwendigen Aminosäuren für die Muskelbildung liefern können, wenn sie in ausreichenden Mengen konsumiert und richtig kombiniert werden. Warum ist die regelmäßige Aufnahme von essenziellen Aminosäuren über die Nahrung wichtig? Essenziell bedeutet bei Nährstoffen, dass der Organismus sie nicht bilden kann und sie von außen zugeführt werden müssen. Da der Körper auf diese Aminosäuren für verschiedene physiologische Prozesse angewiesen ist, müssen sie regelmäßig in der Nahrung enthalten sein. Wie viele dieser Aminosäuren sind essenziell und können nicht vom Körper produziert werden? Von den 20 verschiedenen Aminosäuren, die der Körper benötigt, gelten neun als essenziell, da der Körper sie nicht selbst produzieren kann. Aus diesen insgesamt 20 verschiedene Aminosäuren baut unser Körper alle wichtigen Proteine auf, die für verschiedene Funktionen erforderlich sind (Aminosäuren dienen als Bausteine für die Proteinbiosynthese). Wie werden tierische und pflanzliche Proteine während der Verdauung abgebaut? Sowohl tierische als auch pflanzliche Proteine werden während der Verdauung in ihre einzelnen Bestandteile, nämlich die einzelnen Aminosäuren, zerlegt. Dadurch kann der Körper sie aufnehmen und anschließend zur Synthese der spezifischen Proteine verwenden, die er benötigt. Fandest du diesen Artikel hilfreich? Dann teile ihn doch mit jemandem, dem diese Informationen ebenfalls helfen können. Man wird es dir danken–versprochen! Außerdem freue ich mich, wenn du mich wissen lässt, was besonders hilfreich für dich war und was du für dich mitnehmen kannst. Und auch Anregungen und Kritik darfst du mich gerne wissen lassen. Gleich hier in den Kommentaren oder werde Teil unserer Instagram-Community. Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Werbung ist gekennzeichnet (*) und enthält nur Produkte und Services, die wir persönlich nutzen oder empfehlen können.
- Nährstoffe in Fleisch: Strategien für eine fleischfreie Ernährung ohne Kompromisse (Teil 2)
Einleitung überspringen und direkt zu den in diesem Beitrag vorgestellten, bedingt essenzielle Nährstoffen in Fleisch (und Lebensmitteln tierischen Ursprungs): Kollagen, was ist das? Warum Glycin einnehmen? Brauchen wir 4-Hydroxyprolin? Keine Lust, so viel zu lesen? Zu jedem der hier vorgestellten Nährstoff findest du am Ende des Abschnitts ein tl;dr (= too long; didn’t read) mit den wichtigsten take-aways. Sind einige Nährstoffe Fleisch-spezifisch? Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage "Wie gesund ist vegan wirklich?" werden häufig Nährstoffen herangezogen, die vornehmlich oder ausschließlich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten sind. Dieser Beitrag ist Teil einer Reihe die beleuchtet, für welche besonders "verletzlichen" Populationen und in welchen Lebensphasen die Zufuhr dieser Nährstoffe von außen relevant wird, was—in Abwesenheit offizieller Empfehlungen—eine optimale Zufuhrmenge sein kann und wo sie enthalten sind. Für jeden Nährstoff findest du am Ende des jeweiligen Abschnitts ein tl;dr (=too long; didn’t read) mit den wichtigsten take-aways. So kannst du hoffentlich für dich selbst einordnen, ob auch du in Erwägung ziehen solltest, ausgewählte, in diesem Beitrag—sowie Teil 1 und Teil 3—vorgestellte, bedingt essenzielle Nährstoffe oder bioaktive Substanzen über die Nahrung oder Supplementen zu dir zu nehmen, um so eine optimale Versorgung zu erreichen. Pro-Tipp: Hier findest du außerdem einen Beitrag zur Versorgung der potenziell kritischen Nährstoffe bei veganer Ernährung—Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin B2, Jod, Eisen, Zink, Selen, Kalzium, Protein und Omega-3-Fettsäuren. Falls du daran zweifelst, ob du mit der Zufuhr dieser Nährstoffe im Soll liegst oder unsicher bist, welche Nahrungsergänzung Veganer und Veganerinnen benötigen, lies unbedingt auch diesen Artikel. Nicht-essenzieller Nährstoff: Kollagen Allgemein ist bekannt, dass Proteine, die wir über unserer Nahrung aufnehmen, im Verdauungsprozess in ihre Bestandteile—die Aminosäuren—zerlegt werden. An diesem "Aminosäuren-Pool" bedient sich unser Körper dann, um daraus genau die Proteine zusammenzusetzen, für die gerade ein Bedarf besteht. Auf diese Art wird auch Kollagen vom Körper je nach Bedarf selbst hergestellt. Mit der Besonderheit, dass beobachtet wurde, dass Kollagenproteine aus der Nahrung den Verdauungsprozess unzerlegt überstehen und auch im Ganzen in den Organismus gelangen können. Ob nun aus der Nahrung oder vom Körper selbst hergestellt ist Kollagen ein Bestandteil von Knochen, Gelenken, Sehnen und der Haut und erfüllt wichtige Funktionen in Entzündungs- und Wundheilungsprozessen. Ausgehend von diesen Fakten wird deshalb an vielen Stellen argumentiert, warum Kollagen einnehmen wichtig für optimale Gesundheit ist. Ist somit auch Kollagen ein bedingt essenzieller Nährstoff? Betroffene Populationen Ausschließlich Tiere sind dazu in der Lage, Kollagen herzustellen. Das ist der Grund, warum es nicht möglich ist, vorgefertigtes Kollagen vegan—über Supplemente oder Lebensmittel—zu sich zu nehmen. Personen, die einer vollwertig pflanzlichen Ernährung ohne tierische Lebensmittel folgen, sind somit ausschließlich auf ihre Eigensynthese angewiesen. Es gibt eine Studie, in der bei Veganer*innen ein niedriger Kollagenstatus und eine schlechtere Wundheilung als in der Vergleichsgruppe beobachtet werden konnte. Die Erklärung dafür findet sich wahrscheinlich darin, dass die Teilnehmenden, die einer pflanzlichen Ernährungsweise folgten, eine schlechte Kollagensynthese aufwiesen. Kollagensupplemente stammen meist aus Schlachtabfällen der Massentierhaltung und machen dieses System noch profitabler. Dass ihre Wirksamkeit über die eines Proteinsupplements hinausgeht, ist nicht belegt. Wie gut die Kollageneigensynthese funktioniert, hängt in erster Linie von einer guten Versorgung mit den benötigten "Bausteinen" ab. Und so wurde die schlechtere Eigensyntheseleistung der veganen Teilnehmenden vermutlich durch eine ebenfalls beobachtete, unzureichende Versorgung mit Vitamin B12 bedingt, welches an der Kollagensynthese beteiligt ist und das alle Veganer*innen supplementieren müssen! (Nutze Code "BEETZ&GREENS20-W6T2" für 20 % auf meinen Vitamin B12 Favorit von Raab*.) Aufgrund der Funktionen, die das Kollagenprotein im menschlichen Körper erfüllt, wird darüber hinaus insbesondere für Menschen in sensiblen Lebensphasen—Schwangere, Kranke, alte Personen …—häufig eine Kollagenzufuhr über die Nahrung oder Supplemente empfohlen. Da Kollagen jedoch aus Quellen wie Knochenbrühe stammt, und zur Herstellung von Supplementen Abfälle aus Massentierhaltung und industriellem Fischfang verwendet werden, ist diese Empfehlung allerdings risikobehaftet. Setzt sie diese verletzlichen Populationen schließlich der Kontaminationen mit Schwermetallen und möglichen Krankheitserregern aus. Empfohlene Zufuhrmenge Für Kollagen selbst gibt es keine Zufuhrempfehlungen. Siehe stattdessen die Zufuhrempfehlungen der Bausteine Glycin, Protein und von Vitamin B12. Verletzliche Populationen, aber auch Athlet*innen haben einen erhöhten Bedarf. Wo ist Kollagen drin? Zu den kollagenreichen Lebensmitteln tierischen Ursprungs zählen Knochenbrühe, Hühnerhaut, Innereien und daraus hergestellte Supplemente. Vegan lebende Personen sind auf ihre Eigensynthese angewiesen, wofür vor allem die Aminosäuren Glycin und Hydroxyprolin ausreichend vorhanden sein müssen. Jetzt im Downloadportal: Unsere aktualisierte Übersicht der pflanzlichen Nährstoffalternativen. Das gelingt durch die Kombination bester pflanzlicher Proteinquellen wie Soja und weiteren Hülsenfrüchten mit Pseudogetreide wie Quinoa unter Hinzunahme von Nüssen und Samen. Praktisch ist außerdem ein veganes Proteinpulver* oder ein reines Glycin-Supplement. Letzteres wird oft unter dem Namen "Kollagen-Builder" vermarktet. Der Vitamin B12-Status ist wichtig für eine einwandfreie Kollagensynthese. Ein Supplement* stellt die Versorgung sicher. Studien zeigen, dass Vitamin C-reiche Lebensmittel sowie sekundäre Pflanzenstoffe in der Lage sind, die Kollagensyntheseleistung des Körpers zu optimieren. Darunter ß-Karotin aus Grünkohl, Karotten und Süßkartoffeln, die Isoflavone in Soja, das Chlorophyll in Spinat. Und sekundäre Pflanzenstoffe in Tomaten wirken sich positiv auf den Versorgungsstatus aus, indem sie kollagenabbauende Enzyme hemmen. tl;dr 1. Es ist nicht eindeutig geklärt, ob Kollagen aus der Nahrung Effekte auf den menschlichen Körper hat, die über die der beinhalteten Aminosäuren hinausgehen 2. Es besteht kein Zweifel, dass ein guter Kollagenstatus wichtig ist, weshalb vegan lebende Menschen auf eine gute Versorgung mit Vitamin B12, Pflanzenprotein und der Aminosäure Glycin achten sollten, um ihre Kollageneigensyntheseleistung zu stärken Wahrscheinlich bedingt-essenzieller Nährstoff: Glycin Mit einem Anteil von 25-30 % ist die Aminosäure Glycin der häufigste Baustein in Kollagenproteinen. Der Körper benötigt beide Stoffe, kann Kollagen aber bei ausreichender Versorgung mit der Aminosäure Glycin selbst erstellen. Mehr noch kann bei einer Erhöhung der Glycinzufuhr eine Verbesserung der Kollagensynthese um bis zu 200 % beobachtet werden. Für unsere Kollagenversorgung scheint es somit besser zu sein, Glycin statt Kollagen zu supplementieren. Betroffene Populationen Eine optimierte Glycinzufuhr wirkt gesundheitsförderlich, gerade für einen Organismus, der Krankheit und Stress ausgesetzt ist. Ein Überschuss der Aminosäure Methionin im Körper steht mit der Alterung des Organismus in Verbindung. Glycin ist essenziell für den Abbau überschüssigen Methionins. Somit profitieren ältere Person ganz besonders davon, wenn sie ihre Glycinzufuhr im Auge behalten. An und für sich ist die Aminosäure Glycin vegan. Über die Lebensmittelauswahl bei einer vollwertig pflanzlichen Ernährung lässt sich allerdings keine optimale Versorgung erreichen. Und selbst mit einer durchschnittlichen mischköstlichen Ernährungsweise lassen sich lediglich 20-30 % der Optimalzufuhr erreichen, weshalb in Mitteleuropa im Grunde niemand optimal mit Glycin versorgt ist, der nicht auf ein Nahrungsergänzungsmittel zurückgreift. Empfohlene Zufuhrmenge 10 g Glycin am Tag scheinen gesundheitlich vorteilhaft zu sein und eine optimale Kollagensynthese zu ermöglichen. Egal ob man Fleisch isst oder nicht: Eine optimale Glycinzufuhr lässt sich allein über die Nahrung nicht erreichen. Wo ist Glycin enthalten? Pflanzliche Glycinquellen sind z. B. Samen, Erdnüsse und Quinoa. In der durchschnittlichen, mitteleuropäischen Mischkost Fleisch die Hauptquelle. Keines dieser Lebensmittel enthält jedoch genug Glycin, um ausschließlich über Nahrungsmittel die optimale Zufuhrmenge von 10 g täglich zu erreichen. Der einfachste Weg die eigene Zufuhr zu optimieren ist deshalb—unabhängig der Ernährungsweise—ein Glycinsupplement. tl;dr 1. Unser Körper braucht Glycin um Kollagen herzustellen sowie für weitere wichtige Prozesse 2. Besonders alte und kranke Menschen, Veganer*innen, aber im Grunde auch alle anderen Erwachsenen profitieren sehr wahrscheinlich von der Optimierung ihrer Glycinzufuhr mittel eines Nahrungsergänzungsmittels Nicht-essenzieller Nährstoff: 4-Hydroxyprolin Auch die Aminosäure 4-Hydroxyprolin—gelegentlich auch Hydroxyprolin genannt—ist Bestandteil des Kollagen-Proteins. Im Rahmen der Proteinbiosynthese und unter Verwendung der nicht-essenziellen Aminosäure Prolin stellt der menschliche Körper 4-Hydroxyprolin selbst her. Als Bestandteil von Kollagen ist 4-Hydroxyprolin an der Gelenk-, Haut-, und Knochengesundheit beteiligt. Darüber hinaus spielt es auch eine Rolle als Antioxidans mit u.a. antientzündlicher Wirkung im Verdauungstrakt, was dort das Krebsrisiko verringern soll. Betroffene Populationen 4-Hydroxyprolin ist nicht essenziell und wird, falls es—als Teil von Kollagen—mit der Nahrung aufgenommen wird, vor allem zur Herstellung von Glycin verwendet. Sind wir erschöpft und gestresst beeinträchtigt das die Konvertierung von 4-Hydroxyprolin zu Glycin. Das hilft Menschen mit durchschnittlicher Ernährung zwar theoretisch beim Decken ihres Glycinbedarf. Praktisch muss dafür allerdings auch das Hormon Cortisol ausreichend zur Verfügung stehen. Was in einem Alltag mit Erschöpfung, Müdigkeit und Stress nicht immer der Fall ist. Somit scheint es weniger notwendig, die 4-Hydroxyprolinzufuhr zu optimieren, als wie im vorangehenden Abschnitt erwähnt, die von Glycin. Empfohlene Zufuhrmenge Der Körper stellt benötigtes 4-Hydroxyprolin selbst her. Daher gibt es keine Zufuhrempfehlungen. 4-Hydroxyprolin in Lebensmitteln Ein 4-Hydroxyprolin Mangel kann in Folge einer Unterversorgung mit der Aminosäure Prolin—zu finden in Erdnüssen, Hülsenfrüchten, Fleisch, Milch und Eiern—und Vitamin C auftreten. Siehe außerdem Kollagen und Glycin. tl;dr 4-Hydroxyprolin muss bei guter Prolin- und Glycinversorgung nicht zwingend mit der Nahrung aufgenommen werden. Weitere bedingt essenzielle Nährstoffe ... ... sowie bioaktive Substanzen, wie Cholin und Kreatin, sind Thema in Teil 1 und Teil 3 dieser Beitragsreihe über Nährstoffe in Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln. Arbeitest du dich schon lange selbst durch die Materialien, um deinen (vegane) Ernährung bedarfsdeckend zu gestalten? Doch jedes Mal, wenn du dich fühlst, als hättest du endlich den Durchblick gewonnen, taucht ein neuer Nährstoff auf? Warum probierst du nicht mal etwa neues und buchst dir eine kostenlose Breakthrough-Session mit einem Ernährungscoach? Ich würde mich freuen, dir zu helfen. Darf ich dich noch um etwas bitten bevor du gehst? Ja? Dann teile doch diesen Artikel mit jemandem, dem die Informationen ebenfalls helfen können. Außerdem darfst du mich gerne auf Instagram wissen lassen, welchen Teil dieses Artikels du besonders hilfreich fandest und Teil unserer Community werden ;-) Anmerkung: Dieser Post enthält Werbung in Form von Links zu externen Seiten und Produkten. Das hilft uns dabei, dir weiterhin kostenlos Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Werbung ist gekennzeichnet (*) und enthält nur Produkte und Services, die wir persönlich nutzen oder empfehlen können.












